bioreaktor
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| + | ==== Treibstoff aus der Sonne: Verfahren für nachhaltige Herstellung von flüssigen Kohlenwasserstoffen ==== | ||
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| + | === Wissenschaftler der University of Texas in Arlington stellen ein einstufiges Verfahren vor, in dem aus CO2 und Wasser flüssiger Kohlenwasserstoff gewonnen wird. Das Kohlendioxid dazu wollen sie aus der Luft holen. === | ||
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| + | Chemiker und Ingenieure von der University of Texas in Arlington haben ein Verfahren entwickelt, mit dem sie Kohlendioxid und Wasser in einem Schritt in flüssigen Kohlenwasserstoff umwandeln können. Einige dieser Kohlenwasserstoffe könnten direkt als Treibstoff genutzt werden, sagen sie. Für den Prozess benötigen die Wissenschaftler im Wesentlichen gebündeltes Licht, Hitze und hohen Druck. Da sie das CO2 aus der Atmosphäre nutzen wollen und somit bei der Herstellung des Treibstoffs auf fossile Ressourcen wie Öl verzichten, sei das eine neue, kostengünstige Technik, um nachhaltig Brennstoffe zu gewinnen, berichtet // | ||
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| + | Für das Verfahren verwenden die Forscher einen sogenannten **Durchflussreaktor**. Dieses röhrenförmige Gefäß **arbeitet bei 180 bis 200 Grad Celsius** und kann Druck von **bis zu sechs Atmosphären** aufbauen. Darin befindet sich der Heizstab, der die Reaktionstemperatur kontrolliert, | ||
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| + | In dem Reaktor vermischen sich Wasserdampf und CO2. Vier UV-Leuchten sind um den Reaktor herum positioniert, | ||
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| + | Es ließen sich Kohlenwasserstoff-Ketten mit **bis zu 13 Kohlenstoffatomen synthetisieren**, | ||
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| + | Von einer Kommerzialisierung sind die Wissenschaftler aber noch weit entfernt. **Es gilt den Wirkungsgrad des Katalysators zu verbessern, da das Titanoxid-Pulver nicht auf das gesamte sichtbare Lichtspektrum reagiert.** Mithilfe von Parabolspiegeln könnte dann Sonnenlicht eingefangen und auf das Katalysatorbett geleitet werden. Dann wäre man letztlich dem Ziel näher, einen solar-erzeugten Flüssigbrennstoff herzustellen. | ||
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| + | Mehr dazu bei Technology Review online: [[http:// | ||
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| + | ==== Der Treibstoff aus der Sonne ==== | ||
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| + | ===Mithilfe von Licht, Hitze und hohem Druck zeigen Forscher aus Texas, wie sich CO2 in Kohlenwasserstoff für Kraftstoffe umwandeln lässt. Das könnte die Basis für einen nachhaltigen Erzeugungsprozess sein.=== | ||
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| + | Es ist der lang gehegte Traum der Wissenschaft, | ||
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| + | Es ließen sich Kohlenwasserstoff-Ketten mit bis zu 13 Kohlenstoffatomen synthetisieren, | ||
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| + | Für das Verfahren verwenden sie einen sogenannten Durchflussreaktor. Dieses röhrenförmige Gefäß arbeitet bei 180 bis 200 Grad Celsius und kann Druck von bis zu sechs Atmosphären aufbauen. In dem Versuchsaufbau gelangt das CO2 bei einer Fließrate von 40 Kubikzentimetern pro Minute (sccm) in den 2,5 Zentimeter langen Röhrenreaktor. Darin befindet sich der Heizstab, der die Reaktionstemperatur kontrolliert, | ||
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| + | In einem Anschlussteil erhitzen die Forscher Wasser, das zuvor mit Stickstoff versetzt wurde (um den Sauerstoff aus dem Wasser zu entfernen) auf über 100 Grad Celsius. Der Wasserdampf kommt ebenfalls in den Reaktor, wo es sich mit dem einströmenden CO2 mischt. Vier UV-Leuchten sind um den Reaktor herum positioniert, | ||
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| + | "Als Nächstes wollen wir einen Photokatalysator entwickeln, der besser auf das Sonnenspektrum abgestimmt ist", sagt Frederick McDonnell vom Lehrstuhl für Chemie und Biochemie und Mitglied des Projekt-Teams. Damit bezieht er sich auf das Titanoxid-Pulver, | ||
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| + | Auch wenn das Resultat durch Erhitzung und Bestrahlung ein klimaneutraler Brennstoff ist, so klingt das Verfahren bisher noch sehr aufwendig. Da sind andere Projekte, wie etwa das Verfahren des Startups Sunfire, schon weiter. Die Dresdener Firma setzt auf eine "Solid Oxide Electrolyzer Cell" (SOEC). Sie spaltet Wasserdampf bei hohen Temperaturen per Elektrolyse in Wasserstoff (H2) und Sauerstoff. Der Rest ist chemische Routine: Aus H2 und CO2 entsteht Synthesegas (H2 und CO), und daraus lassen sich praktisch beliebige Kohlenwasserstoffe bauen. Sunfire erzielte für seinen synthetisch erzeugten Diesel bereits einen Wirkungsgrad von 90 Prozent. | ||
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| + | Wie der Wirkungsgrad letztlich bei dem Projekt-Team aus Texas ausfallen wird, wird sich erst noch zeigen. Und auch die Forscher um Brian Dennis von der UTA wissen, dass ihr Verfahren noch weiterer Untersuchungen bedarf: "Die Effizienz unseres aktuellen Systems ist noch nicht reif für eine Kommerzialisierung, | ||
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| + | (Jennifer Lepies) / (jle) | ||
