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dvd

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dvd [2013-03-02 23:15:12] – Externe Bearbeitung 127.0.0.1dvd [2025-08-10 01:33:22] (aktuell) manfred
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 +====== DVD ======
 +
 +  * [[http://networking.ringofsaturn.com/Unix/FreeBSD-Burning.php]]
 +
 +
 +==== Praxiserfahrungen ====
 +
 +Auf einem Single-Layer 4,70GB-Intenso-Rohlingen (DVD+R) lassen sich maximal 4469 MB brennen.
 +Auf einem Double-Layer 8,50GB-Verbatim-Rohlingen (DVD+R) lassen sich maximal 8152 MB brennen.
 +
 +  # growisofs -dvd-compat -speed=4 -Z /dev/cd0=dvdimage.iso
 +
 +  # growisofs -dvd-compat -speed=1 -Z /dev/sr2 -U -D -J -r -ldots-joliet-long -allow-lowercase -allow-multidot -allow-limited-size /pfad/Verzeichnis
 +
 +  # growisofs -dvd-compat -speed=4 -use-the-force-luke=bufsize:256m -Z /dev/cd0 -U -D -J -udf -r -ldots -joliet-long -allow-lowercase -allow-multidot /pfad/Verzeichnis
 +
 +
 +==== Installation ====
 +
 +
 +=== FreeBSD ===
 +
 +Installation in FreeBSD:
 +  # portmaster sysutils/cdrtools sysutils/dvd+rw-tools
 +
 +Das Modul 'atapicam' muss geladen sein (nur älter FreeBSD 9.0, ab FreeBSD 9.0 gibt es das nicht mehr; oder es müssen die Optionen ''ATA_CAM'' und ''ATA_STATIC_ID'' aus dem Kernel entfernt werden)!
 +  # kldload atapicam
 +  # echo 'atapicam_load="YES"' >> /boot/loader.conf
 +
 +Installation ab FreeBSD 10 (siehe auch [[::freebsd:FreeBSD - PKG]]):
 +  # pkg install sysutils/cdrtools sysutils/dvd+rw-tools
 +oder
 +  # pkg install sysutils/cdrkit
 +
 +Man kann den Treiber auch fest in den Kernel einkompilieren.
 +Dazu muss man nur eine eigene Kernel-Konfigurationsdatei anlegen:
 +  # cp /usr/src/sys/$(uname -m)/conf/GENERIC /usr/src/sys/$(uname -m)/conf/MYKERNEL
 +
 +dort dann den entsprechenden Eintrag vornehmen:
 +  # echo "device atapicam" >> /usr/src/sys/$(uname -m)/conf/MYKERNEL
 +
 +Und anschließend einen neuen Kernel bauen, ihn installieren und zum Schluss den Reboot nicht vergessen.
 +
 +Wenn der dieser Fehler auftritt:
 +  # growisofs -dvd-compat -Z /dev/acd1 -J -R disk1
 +  unable to CAMGETPASSTHRU for /dev/acd1
 +
 +dann wurde das Treibermodul //atapicam// nicht geladen!
 +
 +  * [[/root/bin/cdrecord.sh]]
 +  * [[/root/bin/dvdrecord.sh]]
 +
 +
 +===== DVD±R =====
 +
 +  * [[http://de.wikipedia.org/wiki/DVD%C2%B1R]]
 +
 +==== Speicherkapazität ====
 +
 +Die Speicherkapazität einer DVD-R beträgt 3,65 GB in Version 1 und 4,7
 +GB in Version 2. Weiterhin gibt es zweilagige DVD-R und DVD+R mit
 +jeweils 8,5 GB, auch Dual-Layer- (bei -R) bzw. Double-Layer-DVDs (bei
 ++R) genannt. Bei der DVD+R DL kann der Schichtwechsel frei positioniert
 +werden, was bei der DVD-R DL oft nicht der Fall ist. Darüber hinaus muss
 +bei der DVD-R und DVD-R DL laut Spezifikation auch bei kleineren
 +Datenmengen über den ganzen Durchmesser geschrieben werden - für den so
 +genannten Lead-Out. Die Folge ist, dass der Brennvorgang so lange dauert
 +wie bei größeren Datenmengen.
 +
 +Unterschiedliche DVD-Medien derselben Größenklasse haben je nach
 +Hersteller eine leicht unterschiedliche tatsächliche Speicherkapazität.
 +Beispiel:
 +
 +^Typ ^Media ID ^Kapazität ^
 +| DVD+R | RICOHJPN R01         | 4.700.372.992 Bytes bzw.     4482,625 MiB |
 +| DVD+R | CMC MAG M01 000 (00) | 4.700.375.040 Bytes bzw. ca. 4482,627 MiB |
 +| DVD+R | MCC 004 (00)         | 4.700.372.992 Bytes bzw.     4482,625 MiB |
 +| DVD-R | RITEKG03             | 4.707.319.808 Bytes bzw.     4489,25  MiB |
 +| DVD-R | TYG03                | 4.706.074.624 Bytes bzw.    4488,0625 MiB |
 +
 +
 +==== Technik ====
 +Zum Beschreiben (und Auslesen) von DVD-R und DVD+R wird Laserstrahlung
 +der Wellenlänge 650 nm verwendet. Wie bei der CD-R wird die digitale
 +Information in eine dünne Schicht eines organischen Farbstoffs
 +„eingebrannt“. Zur Herstellung der DVD±R wird eine Mischung aus Cyanin-
 +und Azo-Lack benutzt.
 +
 +Es gibt mehrere Varianten der DVD-R. Die DVD-R(G) (General) ist die
 +normale DVD-R mit einem Kopierschutzring, um 1:1-Kopien unmöglich zu
 +machen, bei dem Booktyping nicht möglich ist. Die DVD-R(A) (Authoring)
 +ist eine spezielle Variante ohne Kopierschutzring, jedoch benötigt man
 +zum Beschreiben der DVD-R(A) einen speziellen, darauf abgestimmten
 +Brenner, da zum Beschreiben (nicht aber zum Lesen) eine andere
 +Wellenlänge benötigt wird.
 +
 +
 +==== Speicherung von brennerspezifischen Daten bei der DVD-R ====
 +Gebrannte DVD-R-Medien enthalten Daten, die Aufschluss über den genauen
 +DVD-Brenner geben, mit dem eine DVD-R erstellt wurde und zu dessen
 +Identifizierung führen können. Laut DVD-R-Spezifikation gibt eseine
 +„Recording Management Area“ (RMA), in der Daten zum Brennvorgang, die
 +„Recording Management Area Data“ (RMD), gespeichert werden. Sie
 +enthalten unter anderem den Namen des Laufwerkherstellers (Drive
 +Manufacturer ID) sowie die Modell- und bei einigen Herstellern die
 +Seriennummer des Brenners.
 +
 +^Hersteller     ^Brenner     ^Nennung einer Seriennummer   ^RMA-Eintrag ^
 +| Lite-On | SHW-1635S (Firmware YS0Z) | nein | SONY DW-Q30A YS0Z, SONY DW-Q30A ist der Name des baugleichen OEM-Produkts von Sony, diese Verhaltensauffälligkeit ist eine Eigenschaft von LiteOn-Brennern. |
 +| LG      | GSA-H10A (Firmware JL03) | ja | HL-DT-ST 915EFEB07, DVDRAM GSA-H10A |
 +
 +Die RMA-Daten einer DVD-R können mit guter Brennersoftware eingesehen
 +werden, in der Software Nero Burning ROM zum Beispiel unter der
 +Bezeichnung „Enhanced Disc Information“.
 +
 +Bei DVD+R-Rohlingen wird diese Information standardmäßig nicht
 +gespeichert, jedoch können diese Daten in bestimmten Fällen (z.B.
 +"Create Data Disc" mit Nero CD-DVD Speed, zusammen mit der
 +Schreibgeschwindigkeitskurve) proprietär gespeichert werden.
 +
 +
 +==== Einzelnachweise ====
 +  * [[http://dvddemystifiziert.de/4.html#4.3.8]]
 +
 +=== [4.3.6] Welches beschreibbare DVD-Format soll ich kaufen? ===
 +Wie schon in den vorherigen Abschnitten erklärt worden ist, gibt es zwei
 +Hauptformate: "Minus" (DVD-R/RW) und "Plus" (DVD+R/RW). Es gibt nicht
 +viele Unterschiede zwischen den beiden. Sie nehmen beide Daten und Video
 +auf und lesen beide Daten und spielen Video ab. Beide Formate sind als
 +Schreib-Laufwerke und Heimvideorekorder erhältlich. Trotz der
 +Behauptungen, daß eines der Formate kompatibler mit Playern und
 +Laufwerken ist, sind beide Formate ähnlich kompatibel (siehe 4.3.1).Es
 +gibt Geschwindigkeitsunterschiede, aber das ist ein Bockspringen. Ein
 +Format wird mit höheren Schreibgeschwindigkeiten herauskommen, dann
 +kommt das andere mit gleicher oder höherer Geschwindigkeit heraus. 16x
 +ist die theoretische Maximalgeschwindigkeit, die aktuellen Laufwerke
 +beider Formate sind also nahe an der Grenze.
 +
 +Moderne "Combo"-Laufwerke können fast alle Formate beschreiben (DVD-R,
 +DVD-RW, DVD+R, DVD+RW, CD-R, CD-RW). Ältere Laufwerke schreiben nur ihr
 +eigenes DVD-Format, also müssen Sie eventuell DVD+R/RW-Discs für ein
 +DVD+RW-Laufwerk und DVD-R/RW-Discs für ein DVD-RW-Laufwerk kaufen.
 +
 +Das DVD+RW-Format hat ein paar Vorteile bei der Benutzung mit dem
 +Computer, aber, wenn Ihnen Datensicherungen oder die
 +Zugriffsgeschwindigkeit wichtig ist, sollten Sie außerdem das
 +DVD-RAM-Format in Betracht ziehen. DVD-RAM ist schnell und zuverlässig
 +und die Discs haben eine optionale Cartridge (Kassette/Kartusche), um
 +den Schutz der Daten zu unterstützen. Die meisten DVD-RAM-Laufwerke
 +schreiben auch DVD-Rs/RWs und einige Super-Combo-Laufwerke schreiben
 +alle drei Formate.
 +
 +
 +=== [4.3.8] Wie lange dauert das DVD-Beschreiben? ===
 +Die Dauer für das Brennen einer DVD hängt von der Geschwindigkeit des
 +Rekorders und der Datenmenge ab. Die Spielzeit des Videos hat wenig mit
 +der Brennzeit zu tun, weil eine halbe Stunde bei hohen Datenraten länger
 +dauern kann als eine Stunde bei niedriger Rate. Ein 2x-Rekorder, der mit
 +22 Mbps läuft, kann für eine volle 4,7G-DVD eine Zeit von etwa 30
 +Minuten in Anspruch nehmen. Ein 4x-Rekorder kann das in etwa 15 Minuten.
 +
 +Beachten Sie, daß beim -R/RW-Format oft eine komplette Auslaufspur
 +(Lead-Out) über den gesamten Durchmesser geschrieben wird, wie es die
 +DVD-Spezifikation verlangt, also dauert das Schreiben kleiner
 +Datenmengen (wie z.B. ein sehr kurzer Videoclip) unter Umständen genauso
 +lange wie großer Mengen.
 +
 +=== [4.3.9] Welche Farbe von beschreibbaren DVDs ist die beste? ===
 +Verschiedene Farben von beschreibbaren CDs und DVDs entstehen durch die
 +Kombination der reflektierenden Metallschicht und dem Farbstoff in der
 +Aufnahmeschicht (Cyanin [blau], Phthalocyanin [durchsichtig], Azo
 +[dunkelblau], Formazan [grün] etc.). Die DVD-Qualität von der Farbe
 +abhängig machen zu wollen, ist wie die Qualität von Paprikaschoten
 +aufgrund der Farbe zu beurteilen (ist gelb besser oder rot oder grün?).
 +Sie werden herausfinden, daß einige Discfarben besser in einigen Playern
 +zu funktionieren scheinen, aber Sie werden auch herausfinden, daß esnur
 +eine geringe Korrelation zwischen der Farbe und der Lesbarkeit
 +verschiedener Discmarken gibt. Andere Faktoren wie die
 +Verarbeitungsqualität und die chemische Formel haben einen größeren
 +Einfluß auf die Beschreibbarkeit und die Wiedergabe.
 +
 +Einige Farben weisen auf eine höhere Haltbarkeit hin, weil manche
 +Farbstoffe (wie Phthalocyanine und Azo) stabiler sind und länger halten.
 +Siehe 3.12.
 +
 +
 +===== DVD =====
 +
 +  * [[http://de.wikipedia.org/wiki/DVD]]
 +
 +  - single-Layer-DVD (4,7): 4485 MB / 4,38 GB
 +  - double-Layer-DVD (8,5): 8110 MB / 7,92 GB
 +
 +Daneben existieren auch noch doppelseitige Medien in den Formaten DVD-R,
 +DVD+R und DVD-RAM. Diese fassen tatsächlich 2x 4,38 GB, also 8,75 GBpro
 +Medium, da sie im Prinzip aus zwei einzelnen DVDs bestehen.
 +
 +
 +==== Lebensdauer ====
 +Der Medienhersteller Imation gewährt auf CD-R, CD-RW, DVD-R, DVD-RW,
 +DVD+R, DVD+RW, DVD-RAM derzeit eine Garantie von zehn Jahren. Dies gilt
 +allerdings nicht für die Daten, sondern beschränkt sich auf die
 +haptischen Bauteile. Zur Langzeitarchivierung sind oben genannte
 +DVD-Fomate bis auf eines nach einhelliger Expertenmeinung nicht
 +geeignet. Verbatim bietet sogar eine lebenslange Garantie, die
 +allerdings in Deutschland nicht gilt (aber sehr wohl in Österreich und
 +der Schweiz). Diese gilt für alle von Verbatim hergestellten optischen
 +Datenträger, deckt allerdings nur Herstellungsfehler ab, jedoch nicht
 +normale Abnutzung und unsachgemäße Behandlung. Im ungünstigsten Fall
 +können DVD±R und DVD±RW auch schon nach wenigen Monaten Datendefekte
 +aufweisen. Lediglich die DVD-RAM muss ihrer Spezifikation zufolge eine
 +Datensicherheit von 30 Jahren garantieren.
 +
 +
 +==== Datenkodierung ====
 +Die Binärdaten auf einer DVD werden nach der
 +„Eight-to-Fourteen-Modulation-plus” (EFMplus) geschrieben. Diese stellt
 +sicher, dass alle 2 bis 10 Takte sich die Polarität des ausgelesenen
 +Signals ändert. Das geschieht, wenn der Laser in der Spur einen Übergang
 +von einer Vertiefung („pit”) zu einem Abschnitt ohne Vertiefung („land”)
 +passiert oder umgekehrt.
 +
 +Der Hintergrund ist hierbei folgender: Die Abschnitte mit Vertiefungen
 +bzw. ohne Vertiefungen müssen lang genug sein, damit der Laser die
 +Veränderung erkennen kann. Würde man ein Bitmuster direkt auf den
 +Datenträger schreiben, würden bei einem alternierenden Signal
 +(1010101010101010…) falsche Werte ausgelesen werden, da der Laser den
 +Übergang von 1 nach 0 beziehungsweise von 0 nach 1 nicht verlässlich
 +auslesen könnte. Die EFMplus-Modulation bläht das Signal von 8 Bit auf
 +16 Bit auf und wählt die Füllbits so, dass die oben erwähnte Forderung,
 +dass alle 2 bis 10 Takte sich die Polarität ändert, also ein Übergang
 +von 1 nach 0 oder umgekehrt geschieht, erfüllt wird. Die CD verwendet
 +eine simplere 8-zu-14-Bit-Methode mit noch zusätzlichen Zwischenbits
 +namens EFM, woraus der jetzt eigentlich falsche Name bei der DVD
 +beibehalten wurde; korrekter wäre "Eight-to-Sixteen".
 +