ssd
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| ssd [2014-08-15 20:52:16] – [Der richtige Scheduler für verschiedene Aufgaben] manfred | ssd [2020-07-28 15:01:05] (aktuell) – [SSD] manfred | ||
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| + | ====== SSD ====== | ||
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| + | * [[http:// | ||
| + | * __MLC__: Billig-SSDs sterben bereits nach ca. 3.000 Schreibvorgängen | ||
| + | * __SLC__: Hochpreis-SSDs sterben erst nach ca. 100.000 Schreibvorgängen | ||
| + | * //tot//: sie " | ||
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| + | ===== Ausführung / Typus / Variante ===== | ||
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| + | ^ [[https:// | ||
| + | ^ Controller | ||
| + | | SCSI/ | ||
| + | | SCSI/ | ||
| + | | SCSI/ | ||
| + | | PCIe | NVMe | 3500 MB/s ^ M.2 | 2230, 2242, 2260, 2280 | leistungsgesteigerter Nachfolger von mini-SATA | ||
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| + | ===== TRIM ===== | ||
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| + | * [[http:// | ||
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| + | Beispiel: | ||
| + | # mount -t ext4 -o discard /dev/sdb1 /mnt/ | ||
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| + | ==== SSD-Leistung optimieren ==== | ||
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| + | * [[http:// | ||
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| + | Das I/ | ||
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| + | Ein wichtiger Faktor, der über die Performance eines Computersystems entscheidet, | ||
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| + | Die beste Reihenfolge errechnet der Scheduler anhand der Blocknummern des Dateisystems. Schreib- und Leseanforderungen werden dann zu Gruppen mit möglichst kleinen Unterschieden bei ihren Blocknummern abgearbeitet. | ||
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| + | === I/ | ||
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| + | Der intelligente Scheduler, den die meisten Linux-Systeme standardmäßig nutzen, ist der »Completely Fair Scheduler« (CFQ), der bei mechanischen Festplatten beste Leistung bietet. Beim Einsatz von SSDs stellt sich hingegen die Frage, ob CFQ als Standard noch zeitgemäß ist oder nicht vielmehr die Sortierung der Zugriffe ganz dem internen Controller der SSD überlassen werden sollte. Ab Kernel 2.6.33 stehen insgesamt drei unterschiedliche Scheduler zur Auswahl, und zwei davon nehmen geringeren Einfluss auf die Reihenfolge der Datenträgerzugriffe. | ||
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| + | NOOP: Dieser Scheduler verzichtet auf jede Eigenintelligenz und stellt die Anforderungen des I/ | ||
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| + | Deadline: Dieser Scheduler sortiert Anfragen anhand ihrer Blocknummer in einer Warteschlange ein. Damit dabei aber I/ | ||
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| + | CFQ: Der bereits erwähnte »Completely Fair Scheduler« tut weit mehr als seine Kollegen. Er führt für laufende Prozess eine Block-Statistik, | ||
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| + | === Der richtige Scheduler für verschiedene Aufgaben === | ||
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| + | Während der CFQ-Scheduler für Desktop-Systeme mit mechanischen Platten ideal ist, empfehlen die Kernel-Entwickler für Server den Deadline-Scheduler. Dieser bietet die geringste Latenz pro Prozess, was besonders Web- und Datenbankservern zugutekommt. | ||
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| + | Seit dem Einzug von SSDs auf Desktop-Systemen, | ||
| + | cat / | ||
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| + | Der in eckigen Klammern angezeigte Scheduler in der Ausgabe des Befehls ist auf dem abgefragten Laufwerk (hier sda) aktiv, beispielsweise wäre dies unter Ubuntu 13.10 stets Deadline. | ||
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| + | Um den Scheduler permanent zu ändern, bieten sich unter Linux verschiedene Wege an. Eine Möglichkeit, | ||
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| + | Es ist aber einfacher, den Scheduler pro Laufwerk mit den Sysfsutils zu definieren. Dazu dient das Paket »sysfsutils«, | ||
| + | aptitude install sysfsutils | ||
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| + | installiert wird. Anschließend öffnen Sie mit root-Rechten oder mit sudo die noch leere Konfigurationsdatei ''/ | ||
| + | block/ | ||
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| + | Genauso können Sie für ''/ | ||
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| + | === Leistungstests und Fazit === | ||
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| + | Für einen empirischen Test ließen wir alle Scheduler auf einem Desktop-System mit Ubuntu 13.10 antreten, das ausschließlich eine SSD als Datenträger nutzt. Dieser Aufbau entspricht heute typischen Notebooks. Der erste Langzeittest erfolgte mit IOzone, das verschiedene Schreibzugriffe ausführt. Deadline liefert bei diesem Benchmark deutlich bessere Werte. In einem zweiten Test mit AIO-Stress wurden die asynchronen Schreib- und Lese-Anforderungen von mehreren geöffneten Programmen getestet. In diesem Benchmark, der einem typischen Desktop-System näherkommt, | ||
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| + | Ein Wechsel zu Deadline bringt also auf Desktop-Systemen auch beim Einsatz von SSDs keinen Leistungsschub, | ||
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| + | Ubuntu- und Mint-Anwender, | ||
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| + | Dieser Artikel stammt von unserem Kooperationspartner [[http:// | ||
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| + | ==== Hinweise zum " | ||
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| + | Ein beliebtes Werkzeug um Flash-Speicher zu löschen ist [[http:// | ||
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| + | == BSI == | ||
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| + | In einem Hinweisblatt vom BSI (etwa zweite Seite Mitte) | ||
| + | wird auch beschrieben, | ||
| + | * [[https:// | ||
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| + | == Wikipedia == | ||
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| + | * [[http:// | ||
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| + | ... | ||
| + | Die Umverteilung findet umso mehr statt, je mehr nach dem letzten Formatieren nicht beschriebene, | ||
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| + | Um dieses Sicherheitsleck zu nutzen und auf die nicht wirklich gelöschte Datei zugreifen zu können, müsste aber eine Firmware programmiert und installiert werden, die alle Blöcke auslesen kann. Mit Installation dieser würde jedoch wahrscheinlich die Information zur bisherigen Nutzungsverteilung verloren gehen. Somit fehlte das Wissen, welche Blöcke zu einer durch scheinbares Überschreiben gelöschten Datei in welcher Reihenfolge gehören. Kryptographiehersteller warnen trotzdem vor dem Einsatz von SSDs, da zumindest Schlüssel auffindbar sein könnten. | ||
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| + | Behebbar ist das Problem erst durch einen Controller, der auf Wunsch vorübergehend die Nutzungsverteilung abschalten kann und so ein „Secure Erase“ ermöglicht. Entsprechende Laufwerke sind aber nur im Hochpreissegment zu finden, etwa von M-Systems. Diese enthalten dann auch Löschalgorithmen nach US-Airforce- oder Navy-Standard. | ||
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| + | Für den Heimgebrauch gibt es keine vollständige Löschmöglichkeit. Das liegt am nicht ansprechbaren Reservespeicher („Spare Area“) der SSDs, welcher nur dem Controller zugänglich ist. Jener Bereich dient sowohl als Ruheplatz der abgenutztesten Sektoren, als auch der Geschwindigkeitssteigerung. | ||
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| + | == ct == | ||
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| + | Folgender Befehl liefert eine Liste aller angeschlossenen Platten und SSDs: | ||
| + | # hdparm -i /dev/sd? | ||
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| + | Manche BIOSe oder Linux-Distributoren verwehren Ihnen den Zugriff auf die im Folgenden benutzten Mechanismen. Ob das Security Freeze Lock geschlossen ist (Zustand „frozen“), | ||
| + | # hdparm -I /dev/xxx | ||
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| + | Nur wenn der Abschnitt „Security“ einen Eintrag namens „not frozen“ enthält, können Sie überhaupt ein Security Erase absetzen. | ||
| + | Im Zweifelsfall probieren Sie eine andere Linux-Distribution oder einen anderen SATA-Port aus. Manchmal hilft es auch, die SSD im laufenden Betrieb ab- und wieder anzuschließen. Zur Not brauchen Sie einen anderen PC, um die SSD sicher zu löschen. | ||
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| + | # hdparm --user-master u --security-set-pass passwort /dev/sdX | ||
| + | # hdparm --user-master u --security-erase | ||
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| + | Je nach SSD dauert das sichere Löschen unterschiedlich lang, bei manchen geht es blitzschnell: | ||
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