transistortechnik
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| transistortechnik [2023-03-04 20:09:33] – [Diskreter Audio-OpAmp mit komplementärem Differenzverstärker] manfred | transistortechnik [2023-05-27 10:43:02] (aktuell) – [Transistortechnik] manfred | ||
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| - | ==== Diskreter Audio-OpAmp mit komplementärem Differenzverstärker | + | ==== Differenzschaltung |
| - | Quelle: | + | [[Differenzschaltung]] |
| - | In einem konventionellen Differenzverstärker heben sich die Basis-Emitter-Spannungen der beiden Transistoren gegenseitig auf, so dass damit echte Gleichspannungsverstärker aufgebaut werden können, deren Ausgang im gegengekoppelten Zustand ziemlich präzise bei null Volt – oder bei der halben Betriebsspannung – liegt. | ||
| - | Ein Vorteil der komplementären Anordnung besteht darin, dass der Ruhestrom der Differenz-Eingangsstufe nicht durch eine Stromquelle begrenzt wird. Wegen dieser Limitierung kann die herkömmliche Eingangsstufe bei bestimmten impulsförmigen Eingangssignalen mitunter nicht den erforderlichen Strom liefern, um die internen Kapazitäten am Ausgang schnell genug umladen zu können. In diesem Fall kommt es zu einer Begrenzung der Anstiegsgeschwindigkeit (slew-rate limiting) und damit zu transienten Verzerrungen. | + | ===== Komplementärschaltung ===== |
| - | {{ :bilder: | + | [[https://de-academic.com/ |
| - | {{ :bilder:diskreter_opamp_mit_komplementaerer_eingansstufe_und_komplementaerer_ausgangsstufe.png?800 |Diskreter Audio-OpAmp | + | {{ :bilder:grundschaltung_einer_komplementaerendstufe_mit_eintaktansteuerung_und_unsymmetrischer_betriebsspannung.jpg?600 |Grundschaltung einer Komplementärendstufe |
| + | Das Bild zeigt die Grundschaltung einer Komplementärendstufe mit Eintaktansteuerung und unsymmetrischer Betriebsspannung. Von Vorteil ist hier, dass die gleichstrommäßige Reihenschaltung der Transistoren Q4 und Q5 die teuren Transformatoren überflüssig macht (eisenlose Endstufe). Es ist jedoch eine Basisvorspannung für die Endstufentransistoren notwendig, um die Übernahmeverzerrungen zu minimieren, was mit den beiden Dioden D1 und D2 erfolgt. Werden diese Dioden wärmeleitend mit den Transistoren verbunden, ändert sich die Flussspannung der Dioden in gleichem Maße wie die der Basis-Emitter-Strecken der Transistoren, | ||
| - | ===== Komplementärschaltung ===== | + | Schaltungsbeschreibung: |
| - | [[https://de-academic.com/dic.nsf/ | + | Damit durch den Lautsprecher nicht ständig Gleichstrom fließt, der ihn selbst und Q4 erhitzen würde, wird ein Elko von etwa 1000 µF in Reihe gelegt. |
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| + | Wenn nun die Eingangsspannung um 1 V steigt, muss die Ausgangsspannung um 3 V steigen, damit der Differenzverstärker aufhört, über Q3 nachzusteuern. Die Schaltung verstärkt also die Spannung um den Faktor 3. Wenn die Eingangsspannung um 1 V ansteigt, muss die Signalquelle 1 V/20 kΩ=50 µA liefern. Q4 bzw. Q5 können aber sicher 10.000-mal mehr Strom aus dem Netzteil zum Lautsprecher leiten, also wird die Steuerleistung am Eingang 30.000-fach verstärkt. | ||
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| + | Diese Innenschaltung ist mit geringen Modifikationen in vielen ICs zu finden, die alles enthalten außer den beiden Kondensatoren. Bei 20 V Betriebsspannung kann die Ausgangsspannung maximal 10 V nach oben oder unten vom Mittelwert abweichen, das entspricht einer Effektivspannung von 7,1 V. Bei einem 4-Ohm-Lautsprecher beträgt dann die Maximalleistung 12,5 W. In der Praxis muss man noch knapp 1 V pro Leistungstransistor subtrahieren und kann dann mit 10 W rechnen. | ||
/home/http/wiki/data/attic/transistortechnik.1677960573.txt · Zuletzt geändert: von manfred
