====== FreeBSD - aus den CVS-Quellen aktuallisieren ====== Am //10. Januar 2013// erschien auf [[http://www.freebsd.org/news/newsflash.html#event20130110:01|FreeBSD News Flash]] die Mitteilung, daß der __//Ports-Tree//__ ab dem //28. Februar 2013// nicht mehr per //CVS// bereitgestellt wird. Wer bis dato //CVS//, //CVSup// oder //csup// einsetzte soll in Zukunft __//PortSnap//__ oder direkt __//Subversion//__ verwenden. > portsnap fetch update ===== csup ===== Seit //FreeBSD 6.2-RELEASE// gibt es die neue Version von [[http://www.freebsd.org/doc/de/books/handbook/cvsup.html|cvsup]] mit dem Namen [[http://www.mu.org/~mux/csup.html|csup]]. Mit **csup** gibt es in inzwischen auch eine in C geschriebene Neuimplementierung von CVSup. Der größte Vorteil dieser neuen Version ist neben einer höheren Geschwindigkeit der, dass dieses Programm nicht von der Sprache Modula-3 abhängig ist und Sie daher dieses Paket nicht mitinstallieren müssen. **csup** ist bereits im Basissystem enthalten und kann sofort verwendet werden. Wollen Sie zukünftig //csup// statt //cvsup// einsetzen, dann überspringen sie die Installation von CVSup und ersetzen sie in diesem Artikel //cvsup// durch //csup//, denn es wird in identischer Weise eingesetzt. ===== Installation ===== ==== FreeBSD 4.x-STABLE ==== Um FreeBSD updaten zu können muss natürlich erst das update-Programm "cvsup" installiert werden. === CVSUP Installieren === als Paket per remote (Ethernet oder Internet): # /usr/sbin/pkg_add -r cvsup-without-gui ODER aus den Ports: # cd /usr/ports/net/cvsup/ # make install === CVSUP-CFG === Jetzt generieren wir uns die nötige Konfigurationsdatei. Konfigurationsdateien werden von Hand erstellt: # vi /etc/cvsupfile-stable *default host=cvsup.de.FreeBSD.org *default base=/usr *default prefix=/usr *default release=cvs *default tag=RELENG_4_6 *default delete use-rel-suffix *default compress src-all doc-all # vi /etc/cvsupfile-ports *default host=cvsup.de.FreeBSD.org *default base=/usr *default prefix=/usr *default release=cvs *default tag=. *default delete use-rel-suffix *default compress ports-all === Quellen per CVS saugen === == Aufruf zum SOURCE-tree update: == # /usr/local/bin/cvsup -g /etc/cvsupfile-stable oder # /usr/local/bin/cvsup -g -L 2 -z /etc/cvsupfile-stable == Aufruf zum PORTS-tree update: == # /usr/local/bin/cvsup -g /etc/cvsupfile-ports oder # /usr/local/bin/cvsup -g -L 2 -z /etc/cvsupfile-ports == Ports-Index == saugen: # portsdb -F Hat man einige Ports verändert, dann muss man sich den Index selber bauen (das dauert eine ganze Weile): # portsdb -ufU ==== FreeBSD 8.x ==== # portinstall -prO net/cvsup-without-gui ===== Konfiguration ===== *default host=cvsup.de.FreeBSD.org *default base=/usr *default prefix=/usr *default release=cvs *default tag=RELENG_5_0 *default delete use-rel-suffix *default compress src-all *default tag=. ports-all doc-all ==== FreeBSD 5.0 RELEASE ==== hierbei werden aber nicht einmal die Sicherheitsupdates eingespielt! *default tag=RELENG_5_0_RELEASE src-all ==== FreeBSD 5.0 RELEASE + Sicherheits-Patches ==== Wer die getestete und als stabil befundene Version mit allen aktuellen Sicherheits-Patches haben möchte, der sollte seine CVSUP-CFG nach diesem Vorbild erstellen: *default tag=RELENG_5_0 src-all ==== FreeBSD 5 STABLE ==== Diese Version enthält alle aktuellen Verbesserungen, allerdings wurden dese nicht ausführlich getestet. Deshalb sollte man diese Version nicht im Produktionsbetrieb einsetzen. *default tag=RELENG_5 src-all ==== FreeBSD CURRENT ==== Das ist die brandneue, ja noch blutige Version, hier hat man das aller neueste, sollte aber auch damit rechnen, das mal etwas nicht funktioniert. *default tag=. src-all ===== Anwendung ===== Jetzt ist es Zeit das neue System zu "bauen": # cd /usr/src # make buildworld Um einen Kernel fuer das neue System zu bauen geht man wie folgt vor: # cd /usr/src # make buildkernel KERNCONF=GENERIC Natuerlich kann man sich auch einen individuellen Kernel konfigurieren: # cd /usr/src/sys/i386/conf/ # cp GENERIC MYKERNEL Natuerlich muss die Kernelkonfigurationsdatei noch nach den eigenen Beduerfnissen angepasst werden # vi MYKERNEL # in dem Fall heissen die Aufruffe dann: # cd /usr/src # make buildkernel KERNCONF=MYKERNEL Nun wird der neu gebaute Kernel installiert. # make installkernel KERNCONF=GENERIC oder # make installkernel KERNCONF=MYKERNEL Bevor wir das neue System installieren ist es zwingend erforderlich die Dateien "/usr/src/UPDATING" und "/usr/src/README" zu lesen, jedenfalls die fuer uns wichtigen Abschnitte!!! Denn hier stehen Wichtige Hinweise, die beachtet werden muessen! Ist alles zur Zufriedenheit gelaufen sollte man jetzt rebooten und bei der Meldung "boot:" den Kernel mit dem Parameter "-s" in den Single-User-Mode starten: boot: boot kernel -s Im vorletzten schritt wird das neu gebaute System installiert. # cd /usr/src # make installworld Im letzten schritt werden in das neue System die dazugehoerigen Konfigurationsdateien eingespielt: # cd /usr/src # mergemaster