2013-07-24, 18:21 Uhr: http://www.golem.de/news/studie-schaden-3d-drucker-der-gesundheit-1307-100597.html -
3D-Drucken könnte die Gesundheit gefährden: US-Wissenschaftler haben festgestellt, dass ein 3D-Drucker eine relativ hohe Konzentration von Nanopartikeln ausstößt. Die Partikel können sich im Körper anlagern. … Die Forscher ließen mehrere 3D-Drucker gleichen Typs Objekte aus Polylactid (PLA) und aus Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymerisat (ABS) aufbauen, das bei höheren Temperaturen verarbeitet wird. Während des Druckens sei die Konzentration der UFPs in der Luft deutlich angestiegen, berichten die Forscher: Bei der Verarbeitung von PLA seien in der Minute rund 20 Milliarden UFPs freigesetzt worden, bei der Verarbeitung von ABS etwa 200 Milliarden UFPs. Die Forscher sagten nicht, mit welchem Gerätetyp sie die Messungen durchgeführt haben. Damit seien die 3D-Drucker als starke UFP-Emittenten einzustufen, schreiben sie weiter. Die UFPs sind kleiner als 100 Nanometer und stellen ein potenzielles Gesundheitsrisiko dar: Sie können sich in der Lunge oder in den Atemwegen anlagern oder über den Riechnerv sogar ins Gehirn gelangen. Da sie eine relativ große Oberfläche haben, besteht zudem die Gefahr, dass sich weitere Teilchen an den UFPs festsetzen. Hohe UFP-Konzentrationen sollen Lungenkrebs, Schlaganfälle oder Asthma auslösen können.