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BSD

Geschwindigkeit einer PostgreSQL 9.3 - DB auf verschiedenen Betriebssystemen im Vergleich - irgendwann zwischen 2012 und 2016

Eine kleine beschteibung der BSD-Geschichte

Alle diese BSD-Betriebssysteme werden (im gegensatz zu Linux) als komplette Distributionen erstellt und vertrieben. Nur OpenBSD wird "offen" (wie Linux) entwickelt, die beiden andern dagegen durch ein "Core-Team" geleitet und gelenkt! In das Core-Team muss man gewält werden, was wiederum erst eintritt, wenn man seine Lorbeeren verdient hat!

NetBSD

läuft auf sehr vielen (zur Zeit 52) verschiedenen Hardware-Architekturen. NetBSD's Design und Codetechnik ist speziell gestaltet für Multiplatform-Unterstützung. In den NetBSD Binärpaketen wurde auch auf die Nutzung von Funktionen (z.B. Instruktions- und Addressmodes) verzichtet, die nur ein bestimmtes Prozessormodell unterstützen. Das Resultat, ein NetBSD Binärpaket sollte auf jeder Machine, die eine von NetBSD unterstütze Architektur darstellt, laufen, ungeachtet des Prozessormodells (wenn NetBSD installiert ist). NetBSD bringt hin und wieder erleichterungen ein (wie z.B. "adduser") aber der Philosophie nach will es ein Ur-Unix sein mit dem man lernen kann (muss) wie das System unter der Motorhaube funktioniert. Eine wichtige Philosophie von NetBSD ist "No dirty hacks!" und das einhalten von Standards. Das merkt man dem System auch an. Die Konfiguration ist wesentlich logischer und aufgeräumter als in anderen Unix-ähnlichen Systemen, darüber hinaus ist trotzdem alles sehr einfach, logisch und klar gehalten. Zum Beispiel die ISDN- und Netzwerkkonfiguration, im Jahre 2001 war das die einfachste, im Vergleich zwischen den Linux- und BSD-Distributionen.

FreeBSD

ist ein robustes Betriebssystem mit einem grossen Funktionsumfang. Es erfüllt die Bedürfnisse sowohl von Anfängern als auch von fortgeschrittenen Usern, sowohl für kleine (z.B. CFCL) als auch für immense (z.B. Yahoo) Seiten. FreeBSD hat eine grosse Kollektion an Zusatzsoftware, die sogenannten Ports (vorkonfigurierter Source Codes) und Pakete (installierbare Binärdateien). FreeBSD ist der "Linux-Konkurent", ursprünglich für Intel-basierte PC's aber jetzt auch für ein paar andere verfügbar. FreeBSD will nach eigenen Angaben kommerzieller sein als die kommerziellen ohne das Geld ins Spiel zu bringen. Sie meinen damit, das die Entwicklung soliede betrieben wird egal ob auf dem Markt ein Boom oder nicht herscht. Das vermeidet die Probleme die durch eine Boomgesteuerte Entwicklung auftreten (unter denen besonders Linux leidet) wie zum Beispiel das überlasten der vorherschenden Infrastruktur. Der Kernel ist z.B. bei allen drei BSD's stabiler als der Linux-Kernel, da bei der Entwicklung mehr Wert auf die Qualität gelegt wurde als auf vermarktbare Funktionen! Es ist ein sehr ordentliches System, wer einige Linux-Distributionen kennt und die Ordnung z.B. einer Slakware kennt und schätzt, wird von FreeBSD (und den anderen BSD's) begeistert sein. Denn z.B. die Netzwerkkonfiguration ist bei FreeBSD noch einfacher und schlüssiger als bei einem Debian. Vergleichbar ist das natürlich nur wenn man als universelles Konfigurationwerkzeug den "vi" verwendet! ;-)

Meiner Ansicht nach schaft FreeBSD es am besten, zwischen Funktionsumfank, Programmvielfalt, Stabilität und Sicherheit, die Waage zu halten.

OpenBSD

wird von den Entwicklern als ein System mit "voreingestellter Sicherheit" entwickelt. Das beinhaltet Datensicherheit, Einbruchsicherheit, Betriebsstabilität und Verschlüsselung (sogar der Swap-Bereich ist verschlüsselt!). Aus diesem Grund wird OpenBSD auch in Kanada entwickelt, da es dort keine Exportbeschränkungen für starke Verschlüsselungssoftware gibt. Auf der anderen Seite hat OpenBSD nicht immer die neueste Softwareversion auf dem System. All diese Codeinspektionen und Tests brauchen Zeit. OpenBSD ist 1995 aus NetBSD hervorgegangen und ist von den Inneren Werten dem NetBSD auch heute noch sehr ähnlich, man kann sogar in einigen Bereichen das NetBSD-Handbuch sehr gut zu Rate ziehen! Jeder, der sich mal mit OpenBSD auseinander gesetzt und angefreundet hat schätzt unter anderem auch diese Quallitäten. OpenBSD ist (wie NetBSD) für verschiedene Hardwareplattformen verfügbar (nur nicht für so viele). In meinen Augen ist es ein um Sicherheitsaspekte erweitertes NetBSD, das nicht unbedingt so UR-unixhaft (rustikal) bleiben muss. Es vertritt im grossen und ganzen die gleiche Philosophie wie NetBSD, nur das an erster Stelle die Sicherheit steht. Allerdings zeigte die Vergangenheit, dass NetBSD weniger Sicherheits-Exploit's hatte als OpenBSD! Daraus läst sich ableiten, das es wichtiger ist den Schwerpunkt auf sauberen Code zu legen (wie NetBSD) als sich in Sicherheitsfragen zu vertiefen (wie OpenBSD).