GFS2 (Global File System)

GFS2 ist seit Kernel 2.6.19 enthalten (eingeführt 2006)

Das Global File System (GFS) ist ein Cluster-Dateisystem, das es Rechnern ermöglicht, gleichzeitig auf das Dateisystem eines Storage Area Network zuzugreifen und zugleich die Konsistenz der enthaltenen Daten gewährleistet. Das Storage Area Network kann darüber hinaus über zusätzliche Techniken selbst erzeugt werden, zum Beispiel iSCSI, ATA over Ethernet (AoE), Fibre Channel (FC) und Network Block Device (NBD). Das Sperren von Dateien (englisch: locking), ohne das ein Cluster-Dateisystem nicht funktioniert, übernimmt ein Locking-Modul von GFS (meist lock_gulm oder etwas neuer lock_dlm).

GFS ist Teil des Linux-Kernels und wird in dessen Rahmen entwickelt. Treibende Kraft ist dabei die Firma Red Hat.

GFS ist ursprünglich als Teil einer Machbarkeitsstudie an der Universität von Minnesota entwickelt worden. Später wurde es von Sistina Software übernommen, die es als Open-Source-Projekt weiterentwickelte. 2001 entschied Sistina Software, GFS als proprietäre Software weiterzuentwickeln. 2003 kaufte Red Hat dann Sistina Software (und damit auch GFS) und veröffentlichte GFS 2004 mit anderen Cluster-Infrastruktur-Programmen unter der GPL.