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Linux Mint

Linux Mint ist eine Linux-Distribution, die es in zwei Derivaten (Ableitungen) gibt

Es gibt aber auch die Möglichkeit nur die Oberfläche "Mate" auf einem Standard-Ubuntu zu installieren.

  1. Meiner Erfahrung nach läuft Linux Mint 15 nicht so stabil wie Ubuntu 12.04 LTS (Server) + Mate. ⇒ siehe Mate
  2. Linux Mint 17 läuft bei mir recht stabil
    1. mit Mate ist es schneller auf alten Grafikkarten
    2. mit Cinnamon ist die Bluetooth-Integration deutlich besser gelungen

Sonstiges

nur Ton aus den Kopfhörern aber nicht aus den Lautsprechern

Bei einigen Laptop-Modellen (so auch meines) gibt es mit Linux Mint keine Audio-Ausgabe aus den Lautsprechern (mit KANOTIX dagegen schon), nur aus den Kopfhörern.

da ich ein FUJITSU-SIEMENS LifeBook S7020D mit ALC260-Audio-Chip habe:

> aplay -l
**** Liste der Hardware-Geräte (PLAYBACK) ****
Karte 0: Intel [HDA Intel], Gerät 0: HDA Generic [HDA Generic]
  Sub-Geräte: 0/1
  Sub-Gerät #0: subdevice #0

probierte ich diese Modell-Parameter mit dem HDA-Sound-Treiber aus:

  1. fujitsu
  2. acer
  3. auto
  4. generic

…entgültig geholfen haben dann diese Kommandos:

> echo "options snd-hda-intel model=generic" >> /etc/modprobe.d/alsa-base.conf
> alsa force-reload

Upgrade

Ein Versions-Upgrade ist bei Mint an sich nicht empfohlen, sondern die Neuinstallation:

Linux Mint (stable)

Das ist das offizielle "stabile" Linux Mint - Derivat. Da dieses Derivat auf Ubuntu basiert, kommen die neuen Versionen von Linux Mint immer erst eine Zeit lang nach den neuesten Versionen von Ubuntu raus.

Das erste Derivat, die Main Edition, basiert auf Ubuntu. Ihre Versionsnummer wird mit natürlichen Zahlen angegeben (z.B.: Linux Mint 11). Es unterscheidet sich von Ubuntu nur in einigen Details. So sind insbesondere Codecs für verschlüsselte DVDs, MP3 oder DivX sowie Plugins wie Adobe Flash und Oracle Java enthalten. Zudem ist NDISwrapper für die Unterstützung von WLAN-Karten ohne eigenen Linux-Treiber vorinstalliert. Technisch benutzt man die Paketquellen von Ubuntu sowie eine weitere, eigene mit den veränderten und zusätzlichen Paketen. Dadurch sind für die Benutzer von Linux Mint alle Aktualisierungen von Ubuntu ebenfalls verfügbar.

Linux Mint Debian Edition (testing)

Das zweite Derivat, Linux Mint Debian Edition (LMDE), beruht auf der Debian-Testing-Variante. Die Debian-Variante "testing" ist der Kandidat für die nächste "stable" Variante, in die nach und nach neueste Software, Updates und neue Anwendungspakete eingebunden werden. LMDE muss nur einmal installiert werden und kann mittels des mintUpdate-Programms ständig auf dem neuesten Stand gehalten werden (Rolling Release).

Leider startete der GDM3 von der LMDE-Installations-DVD auf meinem neuen DELL-Laptop nicht, weil die Installations-DVD bereits 11 Monate alt ist und dem zur folge der neue Grafikchip noch nicht unterstützt wird.

Auf meinem älteren Siemens-Laptop läuft es dagegen prima.

"testing" ist nicht stabil

Leider basiert LMDE auf eine relativ "blutige" Version und so konnte ich nach meiner ersten LMDE-Installation, mit anschließendem Update, den Firefox nicht starten. Ich erhielt diese Fehlermeldung:

/opt/firefox/firefox-bin: /usr/lib/libstdc++.so.6: version `GLIBCXX_3.4.15' not found (required by /opt/firefox/libxul.so)

Soetwas passiert eben, wenn man sich auf blutige Software einlässt.

Nun, das Problem ist jetzt nicht besonders gravierend, denn man kann sich ja die stabile Firefox-Version hier herunterladen und installieren: http://www.mozilla.org/de/firefox/channel/

Allerdings kann das natürlich auch mit anderen Paketen passieren und dann etwas mehr Probleme bereiten.

Linux Mint - Upgrade auf eine neuere Version

Quellen:

Upgrade auf Linux Mint 17.3 von Linux Mint 17.2

8 Dezember 2015 3 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Upgrade auf der CLI

Linux Mint 17.3 Cinnamon und MATE sind nach etwas Verspätung da und der offizielle Upgrade-Pfad sollte bald offen sein. Wer es aber gar nicht erwarten kann, eine der neuen Versionen auszuprobieren, der hat zwei Möglichkeiten. Eine ist, neu zu installieren. Die andere ist, die Pfade zu den Repositories selbst anzupassen und dann das Upgrade auf Linux Mint 17.3 manuell durchzuführen.

In diesem Blog-Eintrag wird beschrieben, wie man die neueste Version relativ stressfrei, aber auf eigene Gefahr, umsetzen kann. Laut Blog hat das nicht nur bei einem Upgrade von Linux Mint 17.2 auf 17.3, sondern auch bei einem Chromebook von 17.1 auf 17.3 funktioniert.

Es wurde in beiden Fällen die Kommandozeile benutzt, um das Upgrade durchzuführen. Hier die Schritte frei auf Deutsch übersetzt:

root-Zugriff erlangen (nicht zwingend notwendig, da man vor jeden Befehl sudo setzen könnte, aber bequemer):

sudo su -

Backup der alten Repository-Listen erstellen (kann nicht schaden):

cp /etc/apt/sources.list.d/official-package-repositories.list /var/tmp/official-package-repositories.list.bak

(vielleicht ist der Ordner /var/tmp nicht optimal. Persönlich würde ich für das Backup einen sichereren Ort wie z.B. einen USB-Stick oder ein Netzlaufwerk verwenden.)

Die Namen der Repositories ändern:

Bei Linux Mint 17.1 Rebecca: sed -i 's/rebecca/rosa/g' /etc/apt/sources.list.d/official-package-repositories.list
Bei Linux Mint 17.2 Rafaela: sed -i 's/rafaela/rosa/g' /etc/apt/sources.list.d/official-package-repositories.list

Die Paket-Datenbank aktualisieren:

aptitude update

Das System aktualisieren:

aptitude dist-upgrade

Je nach Internet-Geschwindigkeit dauert der Vorgang etwas. Sobald das Upgrade abgeschlossen ist, muss man das jeweilige System noch neu starten und dann sollte Linux Mint 17.3 auf dem Rechner schnurren.

Upgrade in der GUI

Es ist aber auch möglich mit dem Update Manager via GUI zu aktualisieren:

  1. starte den Update Manager
  2. klick auf Bearbeiten
  3. dann auf System aktualisieren auf Linux Mint 17.3 Rosa
  4. …warten…
  5. wenn es durchgelaufen ist, dann Reboot