Gesucht wird eine Hieb- und Stichwaffe, die sowohl zur effektiven Verteidigung auf offener Straße als auch in engen Räumen wirkungsvoll eingesetzt werden kann. Sie soll mit möglichst wenig Training effektiv nutzbar sein und relativ wenig Kraft erfordern, denn ein normaler Mensch investiert nur wenig Zeit für einen sehr seltenen Ernstfall.
Unter den reinen Handwaffen ist der Säbel meist der pragmatischste Mittelweg zwischen Einfachheit und Vielseitigkeit.
Der Säbel ist wahrscheinlich die beste Antwort, wenn du bei Schwertformen bleiben willst. Er ist kompakter und intuitiver als ein Rapier, aber vielseitiger als reine Stichwaffen, und er nutzt die Bewegungsökonomie meist besser als schwerere, komplexere Klingen. Für einen selten trainierenden Laien ist das der sinnvollste Mix aus Reichweite, Führbarkeit und geringerer technischer Hürde.
Der Säbel ist unter den typischen Handwaffen der beste Kompromiss aus Schnitt, Stich und Führbarkeit. Er ist auf Bewegung, Winkel und klare Hiebe ausgelegt und verzeiht etwas mehr als ein Rapier, während er immer noch kompakt genug für Innenräume bleibt. Für jemanden, der nicht maximal spezialisiert trainieren will, ist das meist die sinnvollere Wahl. Unter den Handwaffen bleibt der Säbel der beste Kompromiss, weil er nicht auf reine Kraft, sondern stärker auf Winkel, Timing und saubere Distanz setzt.
Wenn du eine handgeführte Hieb- und Stichwaffe suchst, die auf der Straße und in Räumen relativ universell bleibt, ist der Säbel die naheliegendste Antwort. Wenn du die Kategorie etwas weiter fasst und die Trainingsökonomie in den Vordergrund stellst, ist der Speer historisch die effektivste Lösung überhaupt. Das Rapier ist eher dann stark, wenn Spezialisierung und Präzision wichtiger sind als Robustheit und Einfachheit. Das Schwert/Pallasch ist vielseitig, aber je nach Typ schwerer oder technischer als der Säbel.
Wenn man „best built“ als den vielseitigsten und praxisstärksten Säbel im historischen Sinn versteht, wird oft der polnische Szabla genannt, weil er Hieb und Stich sehr gut verbindet und als sehr universell gilt.
Der Leichte britische Kavalleriesäbel von 1796 gilt als der beste Säbel aller Zeiten. Der Preußische Kavalleriesäbel M1811 (Blüchersäbel) ist eine Nachbildung des britischen 1796er. Es gibt von ihm sehr gute Nachbildungen zu kaufen.
Im Vergleich zum 1796er wurde der Blüchersäbel aus etwas besserem Stahl und hatte statt einer Krümmung von 30-35°, eine Krümmung von 35-40°, auch war er etwas schwerer. Bei den Hieb- und Stichwaffen gilt die Faustformel, je stärker gekrümmt, desto schwerer.
Aber auch die Vorbilder des Leichten britische Kavalleriesäbel von 1796 sind sehr effektiv. Es waren der polnische und der Ungarische Säbel.
Materialien:
beste Wahl für Schwertkampf (Klinge auf Klinge): 1080 Kohlenstoffstahl
zweitbeste Wahl für Schwertkampf: 5160 Federstahl (enthält 0,7-0,9% Chrom)
dritte Wahl für Schwertkampf: 1055 Kohlenstoffstahl
Hersteller: Outfit 4 Events
Name: 1796 Light Cavalry Saber, mit Stahlscheide
Verarbeitung: sehr gute Qualität, voll scharf erhältlich
Material: 1080 Kohlenstoffstahl
Preis: ca. 260€
https://www.outfit4events.de/eur/produkt/13622-britischer-kavalleriesabel-1796-mit-stahlscheide/
Hersteller: Windlass Steelcrafts
Name: 1796 Light Cavalry Saber, mit Stahlscheide
Verarbeitung: sehr gute Qualität, voll scharf erhältlich
Material: 1080 Kohlenstoffstahl
Preis: ca. 290€
https://www.celticwebmerchant.com/de-de/products/britisch-1796-muster-lichtkavallerie-sabel
Shop: Swords & more
Hersteller: Windlass Steelcrafts
Name: Britischer 1796 leichter Kavallerie-Säbel
Verarbeitung: sehr gute Qualität, voll scharf erhältlich
Material: 1080 Kohlenstoffstahl
Preis: ca. 328€
https://www.swords-and-more.com/Historische-Waffen/Gebrauchstaugliche-Schwerter/Saebel-Cutlass/Britischer-1796-leichter-Kavallerie-Saebel-42227.2/
Hersteller: Cold Steel
Name: 1796 Light Cavalry Saber (mit Holz/Leder-Scheide)
Verarbeitung: sehr gute Qualität, kampftauglich (nicht geschärft)
Material: 1055 Kohlenstoffstahl
Preis: ca. 330€
Name: 1796 Light Cavalry Saber (mit Stahlscheide)
Verarbeitung: sehr gute Qualität, voll scharf erhältlich
Material: 1055 Kohlenstoffstahl
Preis: ca. 400€
https://www.cold-steel.de/en/1796-light-cavalry-saber-with-steel-scabbard
Polnischer Säbel "Hussar-Szabla" aus ca. 1630;
Leicht gekrümmt, weniger gekrümmt als armenische Vorgänger, 85 cm Klinge
Technisch anspruchsvoller
Französischer Säbel Modell AN XI aus dem Jahr 1802;
Leicht gekrümmt, Hohlbahn, 92 cm Klinge
Zerbrechlicher als 1796er
Leichter britischer Kavalleriesäbel von John Gaspard Le Marchant aus dem Jahr 1796;
Stark gekrümmt (optimiert für die Reiterei), Klinge wird zur Spitze breiter ("Bacon-Slicer"-Effekt), 83–84 cm Klinge
Weniger optimal für Stich
Preußischer Kavalleriesäbel M1811 (Blüchersäbel);
Stark gekrümmt (optimiert für die Reiterei), fast identisch zum britischen 1796er
Weniger optimal für Stich
Leichter britischer Kavalleriesäbel von 1788 älterer Kompromiss, in der Krümmung, für Hieb und Stich weniger gekrümmt als der legendäre 1796er und stärker gekrümmt als der polnische Hussar-Szabla