Slackware Linux 1.00 wurde am 17. Juli 1993 von Patrick Volkerding veröffentlicht.
Slackware ist auf größtmögliche Unix-Ähnlichkeit ausgelegt. Alle Einstellungen am System können vom Nutzer durch Editieren der Konfigurationsdateien vorgenommen werden. Es existieren keine offiziellen distributionsspezifischen Werkzeuge mit grafischer Oberfläche zur Systemkonfiguration. Dies verstieße gegen das KISS-Prinzip.
Es gibt so gut wie keine distributionsspezifischen Änderungen an den zur Verfügung stehenden Paketen, was die Übersetzung und Installation eigener Software im Gegensatz zu anderen Distributionen erleichtert. Slackware verwendet komprimierte Tar-Archive als Paketformat; seit Version 13.0 werden diese mit dem Lempel-Ziv-Markow-Algorithmus anstelle von gzip komprimiert (*.txz statt *.tgz). Aufgrund des einfachen Paketaufbaus werden Paketabhängigkeiten weder vom System überprüft noch wird das Überschreiben von Dateien bereits installierter Pakete verhindert. Das ist ein wesentlicher Unterschied zu den in vielen anderen Linux-Distributionen enthaltenen Paketmanagern. Diese Eigenschaften ermöglichen es dem fortgeschrittenen Benutzer, auch Teile von umfangreicherer Software zu nutzen und auf unnötig erscheinende Software zu verzichten oder Anpassungen am System vorzunehmen, ohne mit Nebeneffekten durch Inkonsistenzen im Paketmanagement rechnen zu müssen. Im Verzeichnis /var/log/packages findet sich eine Liste der installierten Pakete mit Beschreibungen, welche Dateien mit welchem Paket installiert wurden. Mit dem Kommando ldd (List Dynamic Dependencies) können Abhängigkeiten dynamischer Bibliotheken angezeigt werden, woraus sich deren Notwendigkeit ableiten lässt.
Das Release neuer Slackware-Version erfolgt immer erst dann, "wenn sie fertig ist". Das heißt, es gibt keine festgelegten Deadlines und keine Vorankündigung.