Inhaltsverzeichnis
Multimedia-Standards
Zu jedem (hier vorgestellten) Standard, werden nur die üblichen bzw. meist genutzten Formate aufgeführt. Die dargestellten Formate sind also nicht vollständig, dafür aber relativ verbreitet.
HTML5
Nachdem die MPEG Licensing Administration im August 2010 beschlossen hatte, dauerhaft keine Lizenzgebühren für freies Internet-Streaming von H.264-Inhalten zu verlangen, wird das Format mittlerweile von allen Browsern unterstützt und hat sich als De-facto-Standard etabliert.
- MP4
- Video-Formate:
- H.264
- Audio-Formate:
- FLAC
- MP3
- AAC
- WebM
- Audio-Formate:
- Vorbis
- Opus
- Video-Formate:
- VP8
- VP9
- AV1
- Ogg
- Audio-Formate:
- Vorbis
- Video-Formate:
- Theora
Der Web-Browser Mozilla Firefox unterstützt alle drei Standards.
Apple HLS (HTTP Live Streaming)
HLS wurde von Apple entwickelt und nicht als internationaler Standard veröffentlicht, obwohl es breite Unterstützung hat.
HLS ist das einzige von Apple-Geräten unterstützte Format. MPEG-DASH wird von Apple-Geräten nicht unterstützt.
Vor 2016 war die Standardsegmentlänge für HLS 10 Sekunden, heute ist sie 6 Sekunden, obwohl sie von der Vorgabe aus angepasst werden kann.
- Container-Format:
- MPEG-TS
- AVI
- Video-Formate:
- Codecs:
- H.264
- Auflösungen:
- 416x234
- 640x360
- 768x432
- 960x540
- 1280x720
- 1920x1080
- H.265 (SDR + HDR)
- Auflösungen:
- 640x360
- 768x432
- 960x540
- 1280x720
- 1920x1080
- 2560x1440
- 3840x2160
- Bildwiederholrate: 30 Bilder pro Sekunde
- Audio-Formate:
- Codecs:
- FLAC / 2.0 (Stereo)
- AAC / 2.0 / 32-160 kbit/s
- AAC / 5.1 / 320 kbit/s
- AC-3 / 5.1 / 384 kbit/s
- Dolby Digital Plus / 7.1 / 384 kbit/s
- Sampling-Rate: 48kHz
- Untertitel-Formate:
- WebVTT
- IMSC1
MPEG-DASH (Dynamic Adaptive Streaming over HTTP)
Der DASH-Standard wurde im April 2012 als ISO/IEC 23009-1:2012 veröffentlicht. Apple-Geräte wie iPhones, MacBooks und andere Apple-Produkte können keine über MPEG-DASH gelieferten Videos wiedergeben.
Die Moving Pictures Expert Group (MPEG) hat DASH als Alternative zu HLS und anderen proprietären Technologien konzipiert.
MPEG-DASH-Segmente sind normalerweise 2-10 Sekunden lang, wobei die optimale Länge 2-4 Sekunden beträgt.
siehe auch:
- Container:
- MP4
- WebM
- Video-Formate: (MPEG-DASH ermöglicht die Verwendung eines beliebigen Codierungsstandards.)
- H.264
- VP9
- AV1
- Bildauflösungen (gebräuchliche):
- 320x240
- 480x360
- 854x480
- 1280x720
- 1920x1080
- Audio-Formate: (MPEG-DASH ermöglicht die Verwendung eines beliebigen Codierungsstandards.)
- FLAC
- MP3
- AAC
- Vorbis
- Opus
HD-DVB (HDTV)
- Video-Format: MPEG-2
- Profil: Main
- Level: High
- Auflösung:
- 1920 × 1080p30
- 1920 × 1080i60
- 1280 × 720p60
- Sampling: 4:2:0
- Bitrate: 80 Mbit/s
- Audio-Format: Dolby Digital | AC-3 | ATSC A/52
Formate, die übliche BD-Playern abspielen
BD (Blu-ray)
Die Spezifikationen für die Blu-ray Disc wurden am 19. Februar 2002 durch die neun Unternehmen der Blu-ray Group – Panasonic, Pioneer, Philips, Sony, Thomson, LG Electronics, Hitachi, Sharp und Samsung – beschlossen.
Die weltweit ersten Blu-ray Filme auf dem Markt gab es seit Juni 2006.
- Die Gesamt-Datenrate von Blu-ray-Video-Discs ist auf
53,95Mbit/s begrenzt. - Video-Format:
- Codecs:
- MPEG-2
- VC-1
- AVC
- max. Datenrate:
40,00Mbit/s - Profil: Main
- Level: High
- Auflösung:
- max.: 1920x1080i60 (59,94 FPS)
- max.: 1920x1080p24
- max.: 1280x720p60 (59,94 FPS)
- Bitrate: variabel
- Audio-Formate:
- max. Datenrate:
13,95Mbit/s - Codecs:
- Dolby Digital
- Dolby Digital Plus
- Dolby TrueHD
- DTS
- DTS-HD High Resolution Audio
- DTS-HD Master Audio
- Linear-PCM
Die Produktion und Weiterentwicklung der konkurrierenden HD-DVD-Technik – einschließlich der Geräte – wurde im März 2008 eingestellt. BD-Spieler unterstützen in der Regel das zuerst von Panasonic und Sony eingeführte hochauflösende AVCHD-Format.
AVCHD (Advanced Video Codec High Definition)
AVCHD, ist ein digitales Format für Videodaten. Es wurde vor allem entwickelt für die Videoaufzeichnung mit Consumer- und Prosumer-Camcordern mit Aufzeichnung auf digitale Datenträger (zum Beispiel SD-Karte, Flash-Speicher, Festplatte). Es verwendet den H.264/MPEG-4-AVC-Codec und steht in direkter Konkurrenz zu den Formaten MiniDV und besonders HDV, welches das ältere MPEG-2 verwendet.
Der Advanced Video Codec High Definition basiert auf dem MPEG-4 Standard AVC/H.264 (MPEG–4 Part 10). Die erste Definition dieses Formats trägt den Namen AVCHD-Format Version 1.0.
- Video-Format:
- Bitrate: max. 24 Megabit/s
- Farbabtastung:
- 8 Bit
- 4:2:0
- Container:
- MPEG-TS (.mts / .m2ts)
- Codecs:
- AVC
- Auflösungen:
- NTSC: 480 Zeilen
- 4:3
- 16:9
- PAL/SECAM: 576 Zeilen
- 4:3
- 16:9
- 720p/(30/25/24)
- 16:9
- 1080i/(60/50)
- 16:9
- 1080p/24
- 16:9
- 1440×1080 (hat keine quadratische Pixel, die eigentlich vorgeschrieben sind)
- 16:9
- Audio-Format:
- Codecs:
- AC-3 / Bitrate: 64-640 kbps / Kanäle: 1 bis 5.1
- PCM / Bitrate: 1,5 Mbps konstant / Kanäle: 2, aber auch variabel mit 1 bis 7.1
- DTS (nur Sonys PlayStation 3)
Anfang Juli 2011 wurde der erweiterte Standard AVCHD 2.0 veröffentlicht. Dem AVCHD-Format wurden neue Spezifikationen für dreidimensionale und hochaufgelöste Aufnahmen im progressiven Modus bis zu 1080/60p hinzugefügt. Gleichzeitig wurden die Handelsmarken AVCHD 3D, AVCHD Progressive und AVCHD 3D/Progressive eingeführt.
DivX
Dieses Format wird von vielen handelsüblichen DVD-Playern (z.B. Philips) nur nach Eingabe einer Lizenz-Nummer unterstützt.
- Container:
- AVI
- Video-Formate:
- DivX 5
- Audio-Formate:
- MP3
DVD
- Video-Format: MPEG-2 ⇒ es darf keine VOB-Datei größer als 1GB sein
- Profil: Main
- Level: Main
- Auflösung:
- 720 × 576 mit 25 Bildern pro Sekunde
- Bildformat:
- 4:3
- 16:9
- Sampling:
- 4:2:0
- Bitrate:
- 9,8 Mbit/s
- Audio-Format: Dolby Digital | AC-3 | ATSC A/52
Auf Druck der Filmindustrie, die nicht mehr wie bei der Markteinführung der Videorekorder mehrere Standards unterstützen wollte, einigten sich die Konkurrenten in Tokio am 15. September 1995 auf einen gemeinsamen Standard. Da die DVD zunächst als reines Speichermedium für Videodaten gedacht war, stand DVD anfangs für „Digital Video Disc“. Dies wurde jedoch geändert, als andere Verwendungsmöglichkeiten abzusehen waren. Als Alternative wurde „Digital Versatile Disc“ (versatile = vielseitig) ins Spiel gebracht, konnte sich aber nicht durchsetzen. Der aktuelle offizielle Standpunkt des DVD-Forums ist, dass DVD einfach drei Buchstaben ohne exakt festgelegte Bedeutung sind.
Ein Jahr später, 1996, kamen die ersten Abspielgeräte und DVD-Medien in den Handel. Zuvor mussten Unstimmigkeiten bezüglich des Verschlüsselungsverfahrens (CSS ⇒ Content Scramble System) ausgeräumt werden. Zudem gelang es der Filmindustrie, mit einem Regionalcode Marktkontrolle zu gewinnen. Mit dem Code soll verhindert werden, dass zum Beispiel eine DVD aus den USA auf einem europäischen Gerät abspielbar ist. Die Filmindustrie fürchtete hier Umsatzeinbußen, da Filme in den USA oft schon auf dem Videomarkt erhältlich sind, während sie in Europa noch gar nicht im Kino gezeigt wurden. Als Vertriebsstrategie der Anbieter ist auch bekannt, dass durch die regionale Beschränkung der Anwendbarkeit in unterschiedlichen Regionen unterschiedliche Preise („Marktpreise“) erzielt werden können.
Ende 1996 waren die ersten DVD-Brenner im Handel verfügbar, die Preise lagen jedoch bei ca. 10.000 DM und der Preis eines 3,6-GB-Rohlings lag oberhalb von 100 DM.
VCD
Der VCD-Standard wurde 1993 von einem Konsortium japanischer Elektronik-Hersteller verabredet und im sogenannten White Book festgehalten.
- Video-Format: MPEG-1
- Auflösung:
- PAL
352 × 288Bildpunkte mit 25 Bildern pro Sekunde - NTSC
352 × 240Bildpunkte mit 29,97 Bildern pro Sekunde - NTSC
352 × 240Bildpunkte mit 23,976 Bildern pro Sekunde
- Bildformat: 4:3 (16:9 ist nicht vorgesehen)
- Video-Bitrate: maximal 1.151.929 bit/s
- Audio-Format: MP2
- Ton ist (echtes) Stereo. (Joint-Stereo, digitaler Surround-Sound, mehrere Tonspuren oder wählbare Untertitel sind auf VCDs nicht möglich, Mono-Sound muss bei Bedarf wie bei der Audio-CD durch identische linke und rechte Tonspuren realisiert werden. Die Daten werden also zweimal gespeichert.)
- Audio-Bitrate: genau 224.000 bit/s für die Stereo-Tondaten
- Variable Bitraten sind nicht vorgesehen.
- Auf einer standardkonformen Video-CD muss eine Abspielsoftware für CD-i-Spieler gespeichert sein, da diese keine solche eingebaut haben. Diese Software kostet knapp eine Minute Laufzeit.
