Dies ist eine alte Version des Dokuments!
Eine Betriebssysteminstallation von einem ISO-Image durchführen
siehe auch:
Jetzt sollte man sich per SSH auf den KVM-Host einloggen, um die VM beim hochfahren beobachten zu können. Wichtig ist hier der SSH-Parameter „-X“, durch ihn wird es möglich, dass alle grafischen Anwendungen, die auf dem Remote-Rechner gestartet werden, auf unserem Desktop erscheinen.
Auf dem Bild oben ist ein Beispiel dafür, wie man den Port ermitteln kann, auf dem der VNC-Server die Bootmeldungen ausgibt. In diesem Fall ist das der Port „5905“.
Sie sehen dort noch weitere 590x-Ports und fragen sich sicherlich, warum ich mir so sicher bin… nun, man sollte schon wissen was auf seinen Systemen läuft, dann bekommt man auch mit, was neu hinzu kommt… Sicherlich kann man vor dem Start der neuen VM nachsehen welche Ports bereits verwendet werden.
Es gibt hierfür auch einen Patch. Man kann die zusätzliche Spalte „VNC“ im Kapitel „Eine virtuelle Maschine anlegen “ sehen.
Jetzt, da wir wissen das unsere neue VM auf Port „5905“ läuft, können wir mit dem oben gezeigten Kommando ein VNC-Fenster öffnen, indem wir den Bootvorgang beobachten können oder bei Problemen auch eingreifen können.
Als erstes sollte jetzt im VNC-Fenster die Sprachauswahl zu sehen sein und da wir deutsche in Deutschland sind, wählen wir „Deutsch“ aus.
Zur VNC-Steuerung sollte man noch wissen, dass man mit „F8“ Steuerkommandos absetzen kann. Das Menü sollte selbsterklärend sein…
Da wir hier in einer „Ubuntu 8.04 LTS“-Installation sind, können wir an dieser Stelle nur „Installation Ubuntu Server“ auswählen. In „Ubuntu 10.04 LTS“ wird man mit „F4“ eine Minimalinstallation für eine VM auswählen können.
In unserem Fall brauchen wir keine aufwendige Partitionierung, denn die VM soll ja später sowieso über AoE betrieben werden, also machen wir nur eine „/“-Partition.
Bei der Paketauswahl brauchen wir nur den „SSH-Server“ … aber den brauchen wir auch!
Nach der Installation versucht das Installationsprogramm einen Neustart, den die VM aber nicht ausführen kann…
… aus dem Grund werden wir die VM jetzt abschalten, NICHT rebooten!!! Denn wir müssen das Boot-Device in der VM-Konfiguration vorher noch ändern… immerhin kann man hier nicht einfach die Boot-CD aus dem Laufwerk nehmen.
Wenn die VM dann endlich das „STOP“-Signal bekommen hat (das kann bis zu einer Minute dauern), sollte in der Liste der VM's unsere VM mit einem roten Warnzeichen stehen, da sie ja nicht „ordnungsgemäß“ läuft… so soll es ja für den Moment auch sein.
Im Verzeichnis „/var/lib/kvm/openqrm/“ hat jede VM ein Unterverzeichnis, in dem die KVM-Konfiguration für die entsprechende VM liegt. Das oben gezeigte Kommando öffnet die Datei für das Boot-Laufwerk der VM mit dem Namen „Iqvm“.
In dieser Datei steht als Boot-Laufwerk ein „d“. Das bezeichnet ein CDROM-/DVD-Laufwerk nach den Konventionen, die wir noch von DOS kennen…
… dort muss „nc“ als neue Bootreihenfolge eingetragen werden.
- „n“ steht für „Netzboot“
- „c“ steht für „Laufwerk C:“ nach DOS-Konvention
Jetzt können wir unsere VM wieder starten…
… hier sehen wir, wie die einzelnen Laufwerke beim booten abgefragt werden …
Da die VM noch unkonfiguriert ist, hat sie nur einen Linux-Kernel mit dazugehöriger initialer RAM-Disk (initrd) gestartet.
Man könnte die VM auf dem installierten Image laufen lassen aber das ist unflexibel und deshalb nicht unser Ziel.
Im folgenden wird die Konfiguration eines Storage-Bereiches mit Zugriffsprotokoll (das heißt hier Image) gezeigt sowie die Zuweisung dieser zur VM (das heißt hier Appliance).
Hier sollte man nachsehen unter welcher Gerätebezeichnung das lokale Platten-Image vom Betriebssystem angesprochen wird, diese Information wird zu dem Zeitpunkt benötigt, der unter Punkt 4.4 beschrieben wird.
Man kann das z.B. als „root“ mit dem Befehl „fdisk -l“ unter Linux ermitteln.

















