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FreeBSD - aus den CVS-Quellen aktuallisieren
Am 10. Januar 2013 erschien auf FreeBSD News Flash die Mitteilung, daß der Ports-Tree ab dem 28. Februar 2013 nicht mehr per CVS bereitgestellt wird. Wer bis dato CVS, CVSup oder csup einsetzte soll in Zukunft PortSnap oder direkt Subversion verwenden.
> portsnap fetch update
csup
Seit FreeBSD 6.2-RELEASE gibt es die neue Version von cvsup mit dem Namen csup.
Mit csup gibt es in inzwischen auch eine in C geschriebene Neuimplementierung von CVSup. Der größte Vorteil dieser neuen Version ist neben einer höheren Geschwindigkeit der, dass dieses Programm nicht von der Sprache Modula-3 abhängig ist und Sie daher dieses Paket nicht mitinstallieren müssen. csup ist bereits im Basissystem enthalten und kann sofort verwendet werden.
Wollen Sie zukünftig csup statt cvsup einsetzen, dann überspringen sie die Installation von CVSup und ersetzen sie in diesem Artikel cvsup durch csup, denn es wird in identischer Weise eingesetzt.
Installation
FreeBSD 4.x-STABLE
Um FreeBSD updaten zu können muss natürlich erst das update-Programm "cvsup" installiert werden.
CVSUP Installieren
als Paket per remote (Ethernet oder Internet):
# /usr/sbin/pkg_add -r cvsup-without-gui
ODER aus den Ports:
# cd /usr/ports/net/cvsup/ # make install
CVSUP-CFG
Jetzt generieren wir uns die nötige Konfigurationsdatei. Konfigurationsdateien werden von Hand erstellt:
# vi /etc/cvsupfile-stable *default host=cvsup.de.FreeBSD.org *default base=/usr *default prefix=/usr *default release=cvs *default tag=RELENG_4_6 *default delete use-rel-suffix *default compress src-all doc-all
# vi /etc/cvsupfile-ports *default host=cvsup.de.FreeBSD.org *default base=/usr *default prefix=/usr *default release=cvs *default tag=. *default delete use-rel-suffix *default compress ports-all
Quellen per CVS saugen
Aufruf zum SOURCE-tree update:
# /usr/local/bin/cvsup -g /etc/cvsupfile-stable
oder
# /usr/local/bin/cvsup -g -L 2 -z /etc/cvsupfile-stable
Aufruf zum PORTS-tree update:
# /usr/local/bin/cvsup -g /etc/cvsupfile-ports
oder
# /usr/local/bin/cvsup -g -L 2 -z /etc/cvsupfile-ports
Ports-Index
saugen:
# portsdb -F
Hat man einige Ports verändert, dann muss man sich den Index selber bauen (das dauert eine ganze Weile):
# portsdb -ufU
FreeBSD 8.x
# portinstall -prO net/cvsup-without-gui
Konfiguration
*default host=cvsup.de.FreeBSD.org *default base=/usr *default prefix=/usr *default release=cvs *default tag=RELENG_5_0 *default delete use-rel-suffix *default compress src-all *default tag=. ports-all doc-all
FreeBSD 5.0 RELEASE
hierbei werden aber nicht einmal die Sicherheitsupdates eingespielt!
*default tag=RELENG_5_0_RELEASE src-all
FreeBSD 5.0 RELEASE + Sicherheits-Patches
Wer die getestete und als stabil befundene Version mit allen aktuellen Sicherheits-Patches haben möchte, der sollte seine CVSUP-CFG nach diesem Vorbild erstellen:
*default tag=RELENG_5_0 src-all
FreeBSD 5 STABLE
Diese Version enthält alle aktuellen Verbesserungen, allerdings wurden dese nicht ausführlich getestet. Deshalb sollte man diese Version nicht im Produktionsbetrieb einsetzen.
*default tag=RELENG_5 src-all
FreeBSD CURRENT
Das ist die brandneue, ja noch blutige Version, hier hat man das aller neueste, sollte aber auch damit rechnen, das mal etwas nicht funktioniert.
*default tag=. src-all
Anwendung
Jetzt ist es Zeit das neue System zu "bauen":
# cd /usr/src # make buildworld
Um einen Kernel fuer das neue System zu bauen geht man wie folgt vor:
# cd /usr/src # make buildkernel KERNCONF=GENERIC
Natuerlich kann man sich auch einen individuellen Kernel konfigurieren:
# cd /usr/src/sys/i386/conf/ # cp GENERIC MYKERNEL
Natuerlich muss die Kernelkonfigurationsdatei noch nach den eigenen Beduerfnissen angepasst werden
# vi MYKERNEL # in dem Fall heissen die Aufruffe dann: # cd /usr/src # make buildkernel KERNCONF=MYKERNEL
Nun wird der neu gebaute Kernel installiert.
# make installkernel KERNCONF=GENERIC
oder
# make installkernel KERNCONF=MYKERNEL
Bevor wir das neue System installieren ist es zwingend erforderlich die Dateien "/usr/src/UPDATING" und "/usr/src/README" zu lesen, jedenfalls die fuer uns wichtigen Abschnitte!!! Denn hier stehen Wichtige Hinweise, die beachtet werden muessen!
Ist alles zur Zufriedenheit gelaufen sollte man jetzt rebooten und bei der Meldung "boot:" den Kernel mit dem Parameter "-s" in den Single-User-Mode starten:
boot: boot kernel -s
Im vorletzten schritt wird das neu gebaute System installiert.
# cd /usr/src # make installworld
Im letzten schritt werden in das neue System die dazugehoerigen Konfigurationsdateien eingespielt:
# cd /usr/src # mergemaster
