container-orchestrierung
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Container-Orchestrierung
die beiden verbreitetsten Container-Orchestrierungslösungen:
Kubernetes oder Docker Swarm?
Tools zur Container-Orchestrierung: Kubernetes oder Docker Swarm? - vom 3. Mai 2018, von Hartmut Schlosser
Wer vor der Aufgabe steht, mehrere containerisierte Services in einem Cluster zu verwalten, kommt an einer Lösung zur Container-Orchestrierung kaum vorbei. Etabliert haben sich in den letzten Monaten hier vor allem Kubernetes und Docker Swarm. Im Interview mit JAXenter erklärt Jörg Müller, Principal Consultant bei innoQ und Sprecher auf dem Microservices Summit, welches Tool für welchen Einsatzzweck geeignet ist.
Kubernetes konkurriert als Orchestrierungslösung u.a. mit Docker Swarm. Wo liegen hier die Unterschiede:
- Beide lösen das Problem der Container-Orchestrierung gut, benutzen dabei aber unterschiedliche Philosophien.
- Docker Swarm setzt auf eine einfache Installation und einen eher monolithischen Ansatz. Alles Notwendige ist in einem Binary enthalten und kann damit leicht auf mehrere Nodes verteilt werden. Auch die Konfiguration folgt diesem Prinzip der einfachen Nutzung. Sie ist in vielen Fällen nicht komplizierter als die Konfiguration mehrerer Container mit Docker-Compose, was viele auch lokal kennen und verwenden.
- Kubernetes verfolgt einen kleinteiligen Ansatz. Es besteht aus vielen Komponenten, von denen es oft noch unterschiedliche Implementierungen gibt. So listet die Kubernetes Webseite z.B. aktuell 18 Möglichkeiten, um das Networking zwischen den Nodes zu implementieren. Das macht die Installation aufwendiger und bedingt normalerweise den Einsatz von Installationstools, wie z.B. KOPS. Gleichzeitig ist es dadurch deutlich flexibler und kann den individuellen Bedürfnissen in seiner Umgebung sehr gut angepasst werden.
- Ähnlich ist es mit der Konfiguration. Diese ist bei Kubernetes deutlich umfangreicher. Aber auch hier gibt es viel Unterstützung durch Werkzeuge. Die Einstiegshürde ist bei Kubernetes sicher höher als bei Docker Swarm. Letztendlich werden die eigenen Anforderungen an die Anpassungsfähigkeit des Clusters ausschlaggebend für die Entscheidung für die eine oder andere Lösung sein.
- Momentan muss man bei der Installation eines Kubernetes Clusters sehr darauf achten, dass die notwendigen Security-Funktionen installiert und eingerichtet werden. Dabei geht es um Beschränkungen der Möglichkeiten in einzelnen Containern oder Pods, um umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten für Nutzerrechte und um Firewall-Regeln innerhalb des Clusters. Inzwischen bieten viele der Installationstools dafür bereits Lösungen, aber oft ist das noch mit Mehraufwand verbunden.
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