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Der Klassiker ist der BSD-LPD, er ist einfach und robust. Ich war Jahre lang mit ihm sehr zufrieden. Die einfache Möglichkeit, dass man sich hier Druckfilter selber bauen kann ist absolut genial. Dadurch habe ich eine Druckqualität erreicht, die ich mit Cups (noch) nicht wieder erreicht habe.
Leider reicht es in der heutigen Zeit nicht mehr aus, heutzutage zählen auch noch erweiterte Funktionen.
Ein neues Drucksystem mit (von vielen anderen Leuten) heiß ersehnten Erweiterungen ist Cups. Aus diesem Grund setzen fast alle Linux-Distributionen und Apple's MacOS X auf Cups und da sich die Drucker unter Cups (durch die *.ppd-Dateien) auch noch einfacher installieren lassen, habe ich auf meinem FreeBSD-Server seit der Version 8.0 ebenfalls den Cups in Verwendung. So lassen sich die Linux-Clients (mit Cups) recht einfach ankorken.
Common Unix Printing System (CUPS) ist ein freies Drucksystem, ein Daemon, der das Drucken unter den verschiedenen unixoiden Betriebssystemen ermöglicht.
CUPS wurde vom Unternehmen Easy Software Products entwickelt und kann sowohl unter der GPL als auch unter proprietären Lizenzen verwendet werden. Es wurde als Nachfolger von älteren Drucksystemen, wie beispielsweise LPD, entworfen.
Cups
Bei den Nicht-Windows-Systemen ist Cups mittlerweile das meist verwendete Drucksystem.
Die Konfiguration erfolgt per Browser:
http://localhost:631
oder
https://localhost:631
wichtige Dateien
Die Zugriffsrechte durch die Weboberfläche werden in der Datei /etc/cups/cupsd.conf fest gelegt. Will man einen Druckserver aufsetzen, der über das LAN konfiguriert bzw. administriert wird, dann muss man in dieser Datei die Zugriffsrechte soweit lockern, das auch andere Rechner darauf zugreifen dürfen.
Die Druckerkonfiguration auf den einzelnen Rechnern (einschließlich Druckserver) findet sich in der Datei/etc/cups/printers.conf. Diese Datei muss auf allen Clienten, die auf den selben Druckserver drucken, identisch sein.
Die Datei /etc/printcap wird von Cups beim Start selbst generiert, also sind Änderungen hier zwecklos!
Konfiguration
Sollte ein Client mal alle seine Drucker aus der Konfiguration verloren haben, dann ist die Konfiguration meistens in einer Backup-Datei noch vorhanden.
Als erstes würde ich mal nachsehen ob die Konfiguration tatsächlich gelöscht wurde und noch ein Backup vorhanden ist:
# ls -l /etc/cups/printers.conf* -rw------- 1 root lp 0 2010-06-09 07:53 /etc/cups/printers.conf -rw------- 1 root lp 3004 2010-06-08 16:48 /etc/cups/printers.conf.O
Dann kann man die Konfiguration durch die folgenden Kommandos wieder zurückschreiben:
# /etc/init.d/cups stop # cat /etc/cups/printers.conf.O > /etc/cups/printers.conf # /etc/init.d/cups start
Dann sollte alles wieder im Lot sein, und der Drucker sollte wieder drucken:
# ls -l /etc/cups/printers.conf* -rw------- 1 root lp 3004 2010-06-10 14:32 /etc/cups/printers.conf -rw------- 1 root lp 3004 2010-06-08 16:48 /etc/cups/printers.conf.O
HP LaserJet 2100
Meine Tests haben gezeigt, dass folgende Druckertreiber für diesen Drucken gut geeignet sind.
ljet4
Der ist sehr schnell, bietet bei Text eine gute Qualität, die aber bei Grafik nicht überzeugt. Die max. Auflösung liegt mit PCL5 bei 600dpi.
lj5gray
Der ist bei 300-600dpi schnell, bietet bei Text eine gute Qualität, die aber bei Grafik nicht überzeugt. Die max. Auflösung liegt mit PCL6 bei 1200dpi. Bei 1200dpi ist dieser Treiber sehr langsam.
pxlmono
Der ist bei 300-600dpi schnell, bietet bei Text eine gute Qualität, die aber bei Grafik nicht überzeugt. Ich hatte diesen Treiber den beiden oben genannten (ljet4, lj5gray) vorgezogen, da ich subjektiv den Eindruck hatte, das die Grafikqualität etwas besser ist. Die max. Auflösung liegt mit PCL6 bei 1200dpi. Bei 1200dpi ist dieser Treiber sehr langsam.
HPIJS/HPLIP/HPCUPS
Der HPIJS-Treiber bietet in Geschwindigkeit und Qualität die besten Ergebnisse.
