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OpenSolaris
- Sun gibt OpenSolaris zum Download frei - Di, 14. Juni 2005, 17:04 Uhr
- die Binärdistribution OpenIndiana
Im Jahre 1994 erwarb die Firma Sun Microsystems die Rechte an einer lizenzkostenfreien Unterlizenzierung der Codebasis von Unix System V Release 4 und unterzog diese erheblichen Veränderungen und Verbesserungen. Das Ergebnis floss in Suns Betriebssystem für Suns eigene Rechnersysteme, Solaris, ein. Die Öffnung des Solaris-Quellcodes war ein inkrementeller Prozess und begann am 25. Januar 2005. Zu diesem Zeitpunkt gab Sun die erste Phase der Projekt-Website opensolaris.org frei. Die erste von Sun freigegebene Quelltextversion von OpenSolaris war Build 17 einer Entwicklerversion, deren Erstellung nach der Veröffentlichung von Solaris 10 im Januar 2005 begann. Der offizielle Veröffentlichungstag, an dem der größte Teil des Solaris-Quellcodes freigegeben wurde, war der 14. Juni 2005. Drei Tage später veröffentlichten Jörg Schilling und andere Entwickler SchilliX als erste OpenSolaris-Distribution überhaupt. Am 10. Februar 2006 unterzeichnete Sun die „OpenSolaris Charter“. Dadurch wurde die OpenSolaris-Community in die unabhängige Aufsicht des „OpenSolaris Governing Board“ (OGB) übergeben. Am 13. August 2010 wurde OpenSolaris von Oracle eingestellt. In Folge verkündet das OpenSolaris Governing Board am Montag, dem 23. August 2010 seine Auflösung; nachdem sich Oracle vom offenen Entwicklungsmodell abgekehrt hatte, habe das Board keinen Sinn mehr.
- Ex-Solaris-Entwickler ruft Open-Source-Projekt Illumos ins Leben - 04. August 2010, 17:33 Uhr
Seitdem wird die quelloffene Entwicklung in den unabhängigen Community-Projekten Illumos und OpenIndiana weitergeführt. Das Projekt OpenIndiana wurde am 14. September 2010 offiziell begründet. OpenIndiana ist die Binärdistribution des Community-Projekts Illumos zur Fortführung der Entwicklung und Verfügbarkeit von OpenSolaris durch die unabhängige Entwickler-Community. Es handelt sich bei Illumos aber nicht um eine Distribution (und auch nicht um einen Fork, denn Illumos existiert nicht mit dem Ziel anders als die Oracle-Version zu sein, sondern reagiert infolge der Notwendigkeit Closed Source durch Open Source zu ersetzen).
Das am 3. April 2012 auf der DTrace-Konferenz neu vorgestellte OmniOS basiert ebenfalls auf Illumos und wird momentan im Serverbereich, insbesondere im Bereich ZFS NAS Appliance Lösungen, zu einer bedeutsamen Alternative.
Meine ersten Erfahrungen mit dem damals noch jungen OpenSolaris
- OpenSolaris 2008/05: meine erste OpenSolaris-Installation, mit der ich etwas anfangen konnte;
- OpenSolaris 2008/11: meine erste OpenSolaris-Version, mit der längere Zeit intensiv gearbeitet hatte;
Das ist ein tolles System mit vernünftiger NFSv4-Unterstützung und aktueller ZFS-Version!
Aufgegeben habe ich es, weil ich es nicht hin bekam, darauf Dovecote+Postfix+Sieve zum laufen zu bekommen. Die Binär-Pakete, die man im Internet bekommen konnte, enthielten keine Sieve-Unterstützung. Und wenn ich es selbst kompilieren wollte, wurden die Abhängigkeiten der Pakete, die man zum kompilieren brauchte, nicht ordentlich aufgelöst… und das per Hand rein zu friemeln war mir einfach auf Dauer zu aufwendig. Denn diese Aktionen treten ja bei jedem Update wieder auf und das will ich nicht.
Alternativ hatte ich NexentaOS ausprobiert, denn da kann man die Debian-Pakete verwenden. Leider kann man in NexentaOS die OpenSolaris-/Solaris-Treiber nicht verwenden! Die brauche ich aber zwingend für LAN und W-LAN!
