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JFS
aptitude install jfsutils
Dieses Dateisystem verwendet dynamische Inodes und ist besonders gut für kleine Dateien geeignet.
In Ubuntu 11.10 ist JFS sehr langsam geworden, ob es in Ubuntu 12.04 wieder eine brauchbare Geschwindigkeit hat, kann ich noch nicht sagen.
Bei einer normalen Linux-Installation auf dem Desktop, wird von ext3 ca. 15% mehr Speicherplatz auf der Platte belegt als von JFS!
Dieses Dateisystem wurde von IBM für richtig große Maschinen entwickelt, dann nach OS/2 (ein wirklich tolles Betriebssystem) portiert und schließlich auch nach Linux portiert. Eigentlich ist es, seit seiner ersten Portierung, nur noch in der Version 2 (also als JFS2) in Verwendung.
Ein wichtiges Entwicklungsziel war es, das ausgefallene Maschinen möglichst schnell wieder online sind. Deshalb ist der Dateisystem-Check bei JFS auch so wahnsinnig schnell. Im Gegensatz zu den ext-Dateisystemen ist er aber sehr pingelig mit dem clean-Status! Manchmal kommt es vor, das ein zu hastig ausgehängter Datenträger kein clean-Flag hat und dann ist es unmöglich diesen Datenträger zu mounten. In soeinem Fall muss ein jfs_fsck durchgeführt werden, sonst geht nichts. Das finde ich sehr vernünftig. Bei RedHat wird standard-mäßig nach einem Absturz dreckig gemounted, will man das nicht muss man beim hochfahren an der Console sitzen und auf die Warnung warten, die einem nur wenige Sekunden gibt, um die Taste zum sinnvollen fsck zu drücken.
Von der Geschwindigkeit ist es fast so schnell wie XFS, nur das bei einem Systemausfall mit JFS deutlich weniger Probleme entstehen! In sofern ist JFS mein bevorzugtes Dateisystem.
Dateisystem anlegen
# mkfs -t jfs /dev/sda4
oder
# jfs_mkfs /dev/sda4
Dateisystem bereinigen
# jfs_fsck /dev/sda4
# nice logsave -as /var/log/fsck_jfs.log fsck.jfs -fn /dev/sda4
Dateisystem labeln
jfs_tune -L NEUES_LABEL /dev/sda4 jfs_tune -l /dev/sda4
Sucht man ein Gerät mit einem bestimmten Label (z.B. home), geht das so:
findfs LABEL=home
Anpassen des Dateisystems
Um ein JFS Dateisystem zu vergrößern (ein verkleinern ist nicht möglich) können folgende Befehle verwendet werden, das Dateisystem muss dabei eingehängt sein.
Erstmal muss man das darunter liegende LV vergrößern, in diesem Beispiel vergrößern wir es mal um 1GB:
lvresize -L +1G home/fritz
Jetzt zeigt df -h immer noch die alte Größe an, die neue Größe muss erst aktiviert werden:
mount /home/fritz -o remount,resize # Vergrößert das Dateisystem bis zur maximalen Größe des Logical Volumes oder der Partition
