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Sun Ultra 5
Die Ultra 5
die offizielle Seite zur ULTRA 5:
eine Fan-Seite zur ULTRA 5:
Der Nachfolger der ULTRA 5 ist die "Sun Blade 150 workstation".
"ok prompt" statt BIOS
Das Banner
Sun Ultra 5/10 UPA/PCI (UltraSPARC-IIi 360MHz), No Keyboard OpenBoot 3.19, 256 MB (50 ns) memory installed, Serial #11473714.
den OK-Prompt starten
autoboot abbrechen und in den ok prompt gehen (das Zeichen ist gleich zu senden, wenn das Banner angezeigt wird):
Tastatur Stop-A/L1-A Terminal Pause/Break tip/cu ~#
Um aus der Betriebssystemumgebung in den ok prompt zu gehen wird
"init 0"
eingegeben.
Am ok prompt können einige Variablen geändert werden, die eine a:hnliche Bedeutung haben wie die Einstellungen beim PC im BIOS.
Alle Parameter der Variablen anzeigen:
ok printenv Variable Name Value Default Value tpe-link-test? true true scsi-initiator-id 7 7 keyboard-click? false false keymap ttyb-rts-dtr-off false false ttyb-ignore-cd true true ttya-rts-dtr-off false false ttya-ignore-cd true true ttyb-mode 9600,8,n,1,- 9600,8,n,1,- ttya-mode 9600,8,n,1,- 9600,8,n,1,- pcia-probe-list 1,2,3,4 1,2,3,4 pcib-probe-list 1,2,3 1,2,3 mfg-mode off off diag-level max max #power-cycles 73 system-board-serial# system-board-date fcode-debug? false false output-device screen screen input-device keyboard keyboard load-base 16384 16384 boot-command boot boot auto-boot? true true watchdog-reboot? false false diag-file diag-device net net boot-file boot-device /pci@1f,0/pci@1/scsi@3/d ... disk net local-mac-address? false false ansi-terminal? true true screen-#columns 80 80 screen-#rows 34 34 silent-mode? false false use-nvramrc? false false nvramrc security-mode none security-password security-#badlogins 0 oem-logo oem-logo? false false oem-banner oem-banner? false false hardware-revision last-hardware-update diag-switch? false false
Abschalten der Auto-Boot-Funktion:
ok setver auto-boot false
Im fokgenden werden die wichtigsten OBP-Befehle aufgeführt, die in OpenBoot Version 3.x verfühgbar sind.
banner zeigt das Start-Banner
Im Banner stehen Informationen wie System-Takt,
OBP Revision, Systemspeicher, Ethernetadresse
und Host-ID;
devalias [alias path] definiert einen neuen Gerätealias
"alias" ist der neue Name (Alias) und "path" ist der
physikalische Pfad des Gerätes;
ruft man den Befehl ohne Parameter auf, werden alle
gesetzten Aliases angezeigt;
.enet-addr zeigt die Ethernetadresse an;
LED-off/LED-on schaltet die System-LED an oder aus;
nvalias [name path] Kreiert einen neuen Alias für ein Gerät,
"name" ist der Name des Alias und "path" ist der
physikalische Pfad des Gerätes;
Beachte: Starte "reset-all" oder der Wert wird nur im
flüchtigen Speicher hinterlegt und geht beim
abschalten verlohren!
nvunalias [name path] löscht einen Alias, der durch einen User mit nvalias
erstellt wurde,
"name" ist der Name des Alias und "path" ist der
physikalische Pfad des Gerätes;
Beachte: Starte "reset-all" oder der Wert wird nur im
flüchtigen Speicher hinterlegt und geht beim
abschalten verlohren!
nvstore kopiert die Inhalte des flüchtigen Speichers in den
nicht-flüchtigen NVRAM;
power-off/power-on schaltet das System an oder aus
printenv zeigt alle Parameter, Einstellungen und Werte an;
probe-fcal-all identifiziert Fiber Channel Arbitrated Loop (FCAL)
Geräte am System; (siehe "Bemerkung zu ULTRA")
probe-sbus identifiziert Geräte die zu irgendeinem SBUS-Slot
hinzugefügte wurden;
Beachte: Dieser Befehl funktioniert nur an Systemen
mit SBUS-Slots.
probe-scsi identifiziert Geräte die am onboard-SCSI-Bus
angeschlossen sind; (siehe "Bemerkung zu ULTRA")
probe-scsi-all identifiziert Geräte die an allen SCSI-Busen
angeschlossen sind; (siehe "Bemerkung zu ULTRA")
set-default [parameter] setzt den Wert des Parameters auf den default-Wert
zurück;
set-defaults setzt die Werte aller Parameter auf die default-Werte
zurück;
Tip: Wenn die Tastenkombination [Stop]-[N] während
des Systemstarts gehalten wird, erhält man das
gleiche Resultat.
setenv [parameter value] setzt einen neuen Wert für einen Parameter;
Beachte: Starte "reset-all" oder der Wert wird nur im
flüchtigen Speicher hinterlegt und geht beim
abschalten verlohren!
show-devs zeigt alle vom System erkannten Geräte an;
show-disks zeigt die physikalischen Pfade der Disk-Controller
an;
show-displays zeigt die physikalischen Pfade der Frame-Buffer an;
show-nets zeigt die physikalischen Pfade der Netzwerkkarten an;
show-post-results wurde der Power On Self Test (POST) durchgeführt
(Kaltstart), dann zeigt dieser Befehl den Befund an;
show-sbus zeigt die angeschlossenen Geräte von allen SBUS-Slots
an; ahnlich wie probe-sbus;
show-tapes zeigt die physikalischen Pfade der Tape-Controller
an;
sifting [string] zeigt alle OBP-Befehle an die die Zeichenfolge
"string" enthalten;
.speed zeigt die CPU- und Bus-Geschwindigkeit an;
test [device-specifier] führt den Selbsttest fu:r einen device-specifier
durch; z.B.: "test net" führt einen Test der
Netzwerkverbindung durch;
test-all führt den Selbsttest fu:r alle Geräte mit einer
Selbsttest-Methode durch;
.version zeigt OBP- und POST-Version an;
watch-clock Test des Real-Time-Clock-Chip (RTC);
watch-net überwacht die Netzwerkverbindung der primären
Netzwerkkarte;
watch-net-all überwacht alle Netzwerkverbindungen;
words zeigt alle OBP-Befehle und Methoden;
Bemerkung zur Ultra 5
Auf ULTRA (sun4u) Systemen, muss die Variable "auto-boot?" auf den Wert "false" gesetzt werden, da die Befehle "probe-scsi", "probe-scsi-all" und "probe-fcal-all" sonst die Maschine aufhängen. Um die Variable zu setzten, tippe "setenv auto-boot? false" am "ok prompt" ein, dann tippe "reset-all". Vergiss aber nicht, nach den Tests die Variable wider auf "true" zu setzten, sonst wird die Maschine beim nächsten mal nicht automatisch booten!
siehe auch
