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Survival

Allgemeines

      • Teelichter - hat kein Verfallsdatum
        • Leuchtmittel für 4h
        • provisorisches Dichtmittel
        • Zündhilfe z.B. in Wachs getränkter Wattebausch
        • provisorischer Schmiermittel
        • provisorischer Wundverschluß
        • Wachssiegel
      • Kaffeefilter
        • verlängert die Lebensdauer von richtigen Wasserfiltern
        • steriler Wundverband
        • Notfall-Toilettenpapier
        • Zündhilfe (ggf. mit Wachs getränkt)
        • Notfall-Luftfilter, kann man sich im Notfall vor den Mund halten
      • schwarze Kabelbinder (weiße werden im UV-Licht schneller porös)
      • Frischhaltefolie
        • Brandwunden damit abdecken
        • Isolierung (Kleidung, Fenster)
      • Feuchttücher (nicht parfümiert)
        • Hygiene
      • Natron (Soda)
        • Zahnpaste
        • Deodorant
        • gegen Sodbrennen
        • Reinigungsmittel
        • Fettflammen kann mit Natron gelöscht werden
        • Paste (Natron mit etwas Wasser) gegen Juckreiz, Insektenstiche, Verbrennungen
        • Lebensmittel konservieren (Fleisch + Gemüse)
        • Gerüche neutralisieren (z.B. Toilette)
        • verstärkt Waschmittel
      • Edding Permanentmarker
        • Kommunikation
        • Beschriftung
        • schreibt auch auf Haut
      • Zahnseide
        • starke Schnur
        • zum Nähen
        • Schnürsenkelersatz
        • Zündhilfe
      • Sekundenkleber
        • Wundverschluß bei kleinen Verletzungen
        • repariert Schuhe und anderes
        • Schraubenfixierung
        • Abdichtung von kleinen Undichtigkeiten
        • Knoten fixieren
    • aus Laubholzasche (am besten von harten hölzern wie Eiche, Ahorn, Buche, Apfelbaumholz, Kirschbaumholz; aus weichen Hölzern wie Kiefer, wird die Lauge nur hab so stark) kann man in 4-12 Stunden (je länger, desto besser) eine Lauge herstellen, die Seife ersetzen kann
      • Laugenwasser als Ersatz für Seife
        • Laubholzasche 4-12 Stunden in Wasser (am besten Regenwasser, weil es von Natur aus weich ist) einweichen, danach durch ein Tuch (z.B. T-Shirt) filtern (es darf nur durch tropfen, wie Kaffee durch einen Kaffeefilter), so erhält man eine Lauge
      • feste Seife
        • das Laugenwasser sanft zum köcheln bringen
        • unter Rühren ausgelassenes Tierfett, Pflanzenöl oder Bratfett dazu geben - in etwa einen Teil Fett auf zwei Teile Laugenwasser
          • Langsam und ohne pause rühren!
          • Das dauert (je nach Laugenstärke) zwischen 30 und 120 Minuten.
        • wenn die neu entstandene Masse unter der Fettoberfläche langsam zäh wird, dann ist die Seife fertig
        • gieße die Seife in eine Form und lasse sie mind. 2 volle Tage, besser bis zu 4 Wochen an der Luft aushärten, dabei geht die chemische Reaktion zwischen Fett und Lauge noch weiter
      • ca. 19 Liter (5 Gallonen) Hartholzasche + 2 Tassen altes Küchenfett ergeben genügend fester Seife, mit der ein 4-köpfiger Haushalt 3 Monate auskommt (Hände waschen, Geschirr spülen, einfache Wäsche waschen)
    • Honig
    • Weißer Reis
    • Salz
    • Zucker
    • getrocknete Bohnen
    • Essig
    • Maisstärke
    • getrocknete Linsen
    • trockene Hartweizennudeln
    • Trockenmilchpulver
    • Instantkaffee
    • getrocknetes Fleisch
  • weitere Lebensmittel, die Du ewig lagern kannst
    • Natron
    • vakuumverpacktes Getreide

Alternativen zu Beton

Sand + Wasserglas

    • 5-8 Liter Wasserglas (Natriumsilikat)
    • 100 Liter feiner Sand/Kies
    • Anwendung:
      • 1. Anwendung: Der Gartenweg
        • Sand 10-15 cm dick auftragen und fest stampfen
        • 1 Teil Wasserglas mit 3 Teilen Wasser verdünnen
        • Das verdünnte Wasserglas gleichmäßig über den verdichteten Sand gießen, etwa 1 Liter pro Quadratmeter
        • Mit einer Folie abdecken und 48-72 Stunden aushärten lassen.
        • Am Ende hat man eine halbstarre Oberfläche, die Fußgängerbelastungen standhält und wasserdurchlässig ist (wichtig bei Versiegelungsvorschriften).
      • 2. Anwendung: Der Kiesweg
        • Problem, der Kies wandert; mit der Zeit verteilt er sich auf dem Rasen, auf den Beeten und auf dem Gehweg.
        • Verteilt man darauf aber 1 Teil Wasserglas mit 5 Teilen Wasser verdünnte Flüssigkeit, dann wandert der Sand nicht mehr, bleibt aber wasserdurchlässig.
      • 3. Anwendung: keramische Blumentöpfe kleben
        • Wasserglas kann auch als keramisches Klebe- und Dichtungsmittel dienen.
        • Bruchstelle säubern, konzentriertes Wasserglas auf beide Seiten der Bruchstelle auftragen und zusammen pressen.
        • Nach 24 Stunden besteht bereits eine ausreichende Festigkeit.
      • 4. Anwendung: Backsteinmauern reparieren
        • Wasserglas 1:4 verdünnt und in 2-4 Schichten aufgetragen, ergibt einen durchsichtigen und wasserdichten Schutz.
      • 5. Anwendung: Brandschutzbehandlung von Bauholz
        • Man kann z.B. Pergola, hölzerne Kompostbehälter und Geräteschuppen damit behandeln.
        • Wasserglas 1:2 verdünnt und in 1-2 Schichten aufgetragen, ergibt eine dünne Schutzschicht gegen Feuer und Fäulnis.
      • 6. Anwendung: Obstbäume gesund halten
        • Kaliumsilikat, die pflanzenverträgliche Form des Wasserglases 1:10 verdünnt und auf den Stamm auftragen.
        • Ergibt einen Schutzfilm gegen Pilze und Schädlinge.
      • 7. Anwendung: Bdenverbesserung
        • In Brandenburg, Mecklenburg und Teilen von Sachsen-Anhalt, kennt jeder Gärtner das Problem, der märkische Sand, extrem leicht, kaum wasserhaltefähig, Pflanzen müssen häufiger gegossen werden, Nährstoffe werden ausgespült…
        • Wasserglas 1:20 oder mehr verdünnt, kann Mikrostrukturen im Boden schaffen, die Wasser länger halten.
        • Das ist experimentell, mit positiven, ersten Ergebnissen.
        • Wasserglas darf hier nie unverdünnt eingesetzt werden, es ist stark alkalisch, zerstört Pflanzenwurzeln und bildet auf Stein eine Kruste, unter der sich Schimmel entwickeln kann.
        • Wasserglas muß auf jeden Fall bei Temperaturen von über 5°C verarbeitet werden!
        • In Deutschland gilt April bis Oktober als ideale Anwendungszeit.
        • Wasserglas sollte auf trockenen oder nur leicht feuchten Oberflächen angewendet werden. Keinesfalls auf nassen Flächen!
        • Wasserglas sollte auch nicht mit Silikon verwechselt werden! Das eine hat mit dem anderen absolut nichts zu tun.

Sand + Wasserglas + Hartholzasche

  • Dieses Rezept ist von 1889 (USA / Amische)
    • 04 Liter Wasserglas (Natrium-, Kalium- und Lithiumsilikate)
    • 30 Liter feiner Sand/Kies
    • 03 Liter fein gemahlene Hartholzasche (dadurch wird das Ergebnis stabiler, Wetterfester)
    • Die fertig gegossene Mischung, mit feuchten Säcken/dickem Stoff/Plane abdecken, damit es nicht zu schnell trocknet. Andernfalls würde das Ergebnis nicht lange halten.
    • Nach 24 Stunden die Abdeckung entfernen.
    • Nach 48 Stunden ist es zum größten Teil ausgehärtet.
    • Nach 1 Woche ist es vollständig ausgehärtet.
    • Doppelt so fest als Beton.

Die Sandqualität ist von entscheidender Bedeutung. Ideal ist eine Körnung von durchschnittlich 0,5 mm, im Bereich von 0,1 - 1,5 mm Durchmesser.

N-Grade Natriumsilikat, Verhältnis von Siliziumdioxid zu Natriumoxid, wie in der Spezifikation angegeben, sollte das Verhältnis von 3,22:1 (etwa 40% Feststoffe nach Gewicht) haben. Kleinere Verhältnisse (z.B. 2:1) härten schneller aus, ergeben aber schwächere Ergebnisse. Größere Verhältnisse (z.B. 3,5:1) ergeben härter Ergebnisse, sind aber schwieriger zu verarbeiten und empfindlicher gegenüber Abweichungen im Verarbeitungsprozess.

2 % des Gewichtes of the silicate solution an Streusalz (Kalzium-Chlorid), beschleunigt den Aushärteprozess dramatisch und ergibt ein dichteres Gefüge. Backpulver (Natriumbikarbonat) kann man dafür auch verwenden, ist aber langsamer und besser zu kontrollieren. Diese Zusätze werden bei dicken Strukturen benötigt, da das athmosphärische CO2 nicht schnell genug so tief eindringen kann. Calciumhydroxid (gelöschter Kalk) erfüllt diese Bedingungen ebenfalls sehr gut. Nutzt man dieser Aushärtebeschleuniger, dann sollte man die Oberflächen, nach 24 Stunden, befeuchten. Nach 72 Stunden ist es stabil genug, das man drauf gehen kann. Nach 90 Tagen hat es 90% seiner endgültigen Härte und nach einem Jahr ist es vollständig ausgehärtet.

Ohne diese Zusätze, dauert der Aushärteprozess mehrere Tage und erfordert eine gute Belüftung (für den CO2-Gehalt in der Luft), ergibt aber das härteste Endmaterial.

Sand + Wasserglas + Essig

Kalkstein aus Sand + Urin + Bakterien (MICP)

So kann man mit Abfall (Urin) durch Biomineralisierung Steine erschaffen.

Der Sand muß im Idealfall aus einer Mischung von grobem und feinem Sand bestehen.

    • Es erreicht eine Druckfestigkeit von 50 bis 80% von Sandstein.
    • Sand + Urin + sporosarcina-pasteurii-Bakterien
      • bei Raumtemperatur stehen lassen
      • je länger der Prozess braucht, desto härter der Kalkstein
      • dieses sporosarcina-pasteurii-Bakterien ist bereits in natürlichen Böden, überall auf der Welt
    • Urin + sporosarcina-pasteurii-Bakterien kann mehrfach zugeführt werden, um die Poren im entstandenen Kalkstein zu verkleinern oder sogar zu schließen
    • Die sporosarcina-pasteurii-Bakterien leben in fast jedem alkalischen Boden, besonders dort, wo Vieh gehalten werden.
    • Man kann sie in einer einfachen Nährlösung aus Sojamilch vermehren. Sie benötigen dafür nur Wärme und Sauerstoff.
    • Sobald die Kultur aktiv ist, mischt Du sie mit einer Kalziumquelle. Die Industrie verwendet hierfür Kalziumchlorid (Auftausalz), kombiniere das mit Urin. Der ideale Gehalt liegt bei etwa 20g Harnstoff pro Liter.
      • Wenn Du diese Flüssigkeit über Sand gießt, wird er nach 24h fest. Nach drei Anwendungen ist er "Stein" und nach fünf Anwendungen hat er 80% der Festigkeit von Sandstein.

Sand + Kaolin + Holzlauge

    • Die Römer nutzten eine Mischung aus Vulkanasche und gelöschtem Kalk.
    • Zutaten:
      • Kaolin (weiße Tonerde / Porzellanerde ist reich an Aluminiumverbindungen) bei 600°C in Metakaolin umwandeln
      • Lauge aus weißer Hartholzasche (Kaliumkarbonat)
      • Sand unterschiedlicher Körnung
      • Dieser gegossene Stein ist härter als Kalkstein und Säurebeständig.
      • Brennt man den Stein bei 1100°C, dann wird er noch härter.

Die Pyramiden wurden gegossen

In den späten 1970er Jahren stellte der französische Wissenschaftler Prof. Joseph Davidovits, seine Theorie vor, nach der die Pyramiden gegossen wurden.

Die Steine der Cheops-Pyramide wurden an Ort und Stelle aus einem antiken Beton gegossen, der zu 93-97 Prozent aus Naturkalk-Kies besteht und zu 3-7 Prozent aus dem Bindemittel Kaolinit-Ton. Das wurde an Hand von Gesteinsproben, vom Fresenius-Institut in Dresden, bestätigt.

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