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 Plattformübergreifend drucken mit Samba
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 techupdate.zdnet.de


 Von Bryan Pfaffenberger
 TechRepublic
 14. Februar 2002

 Wenn Sie ein plattformübergreifendes Netzwerk einsetzen, in dem es Windows-,
 Linux- und Unix-Workstations und Server gibt, macht es meist Sinn,
 die Druckdienste allen Plattformen zur Verfügung zu stellen.

 Wenn Sie ein plattformübergreifendes Netzwerk einsetzen, in dem es Windows-,
 Linux- und Unix-Workstations und Server gibt, macht es meist Sinn,
 die Druckdienste allen Plattformen zur Verfügung zu stellen.
 Hier erfahren Sie, wie auch Benutzer von Microsoft Windows 95/98/NT/2000 daran
 teilhaben können. Dazu müssen Sie die Samba-Konfiguration &aumlndern,
 so dass der lokale Linux-Drucker - angeschlossen am Server - für
 Windows-Benutzer im Netzwerk freigegeben wird.

 Voraussetzung dafür ist, dass Sie Samba bereits installiert
 und so eingerichtet haben, dass Sie Dateien zwischen Linux und Windows
 austauschen können. Ebenso sollten Sie einen lokalen Drucker auf dem Rechner
 installiert haben, auf dem Samba l&aumluft.
  Zun&aumlchst sollten Sie überpru:fen, ob Samba so konfiguriert ist,
 dass Windows-Benutzer den Samba-Server in der Netzwerkumgebung sehen können.
 Wie Sie die Datei smb.conf so anpassen, dass ein Drucker am Samba-Server auch
 für Windows-Benutzer im Netz verfu:gbar wird, erfahren Sie nachfolgend.

 Damit Sie smb.conf so anpassen können, dass der lokale Drucker freigegeben
 werden kann, muss dieser zuerst einmal unter Linux drucken.
 Installieren Sie denselben Drucker dann auf einem der Windows-Clients.
 Dazu benötigen Sie Windows-Treiber für den Drucker.
 Beginnen Sie die Druckerinstallation über Startmenu:, Einstellungen,
 Drucker, Drucker hinzufügen.

 Folgen Sie den Anweisungen des Drucker-Assistenten bis Sie aufgefordert werden,
 einen Drucker aus der Liste zu w&aumlhlen. Wichtig:
 Notieren Sie den exakten Namen des Druckers.
 Achten Sie auf Gross- und Kleinschreibung.
 So lautet der Windows-Name für den Epson Stylus 740 EPSON Stylus COLOR 740.

 Vervollst&aumlndigen Sie die Installation und starten Sie Windows neu,
 falls nötig. Melden Sie sich am Samba-Server als root oder superuser an
 und öffnen Sie /etc/smb.conf oder /etc/samba/smb.conf mit dem
 Texteditor Ihrer Wahl, zum Beispiel:

 vi /etc/smb.conf

 Suchen Sie im Abschnitt [global] nach der Zeile, die mit printcap name beginnt.
 Wenn Sie alle lokalen Drucker unter Windows freigeben möchten,
 kommentieren Sie diese Zeile und die n&aumlchste aus falls nötig,
 oder fügen Sie sie hinzu, wenn sie nicht in der Datei vorhanden sind:

 printcap name = /etc/printcap
 load printers = yes

  Wenn nur einige Drucker - und nicht alle - unter Windows verfügbar sein sollen
 ,
 dürfen Sie die Zeilen weder auskommentieren noch hinzufu:gen.
 Samba geht davon aus, dass Sie das Standarddrucksystem der meisten Linux-System
 e
 verwenden, das auf BSD basiert. Wenn Sie ein anderes Drucksystem verwenden,
 suchen Sie nach der Zeile, die mit printing beginnt und &aumlndern Sie die
 Voreinstellung (bsd) auf das Drucksystem, das Ihre Linux-Distribution benutzt.
 Sie können w&aumlhlen zwischen sysv, plp, lprng, aix, hpux und qnx.
 Falls Sie nicht wissen, welches Drucksysstem Ihre Linux-Distribution verwendet,
 sehen Sie im Handbuch nach. In den meisten F&aumlllen ist es jedoch bsd.

 Um alle lokalen - die in /etc/printcap gelisteten - Drucker zur Verfügung
 zu stellen, fügen Sie den folgenden Serviceeintrag am Ende von /etc/smb.conf
 hinzü

 [printers]
 writable = no
 path = /tmp
 printable = yes

 Um nur einen der lokalen Drucker freizugeben, fügen Sie eine Zeile
 auto services in den Abschnitt [global] der Datei smb.conf ein.
 Diese Zeile gibt den Namen des freizugebenden Druckers an,
 wie er in /etc/printcap definiert wurde.
 Die n&aumlchste Zeile gibt den Standarddrucker (lp) frei:

 auto services = lp

 Erstellen Sie auch eine Druckerbeschreibung wie die folgende,
 und fügen Sie diese im Abschnitt [services] ein (am Ende von /etc/smb.conf):

 [lp]
 printable = yes
 comment = Epson Stylus (Color)
 public = yes
 writable = no
 browseable = yes
 printer driver=EPSON Stylus COLOR 740

 So wird der Drucker "lp" definiert. Der Name muss mit dem in der Zeile
 auto services und dem Druckernamen (oder einem Alias des Druckernamens)
 aus /etc/printcap übereinstimmen. Beachten Sie,
 dass Sie in der Druckertreiberzeile die Druckerdaten genau so eingeben müssen,
 wie unter Windows (in diesem Fall EPSON Stylus COLOR 740,
 unter Berücksichtigung der Klein- und Grossschreibung).

 Speichern Sie nun /etc/smb.conf. Verlassen Sie den Texteditor und starten Sie
 Samba mit /etc/init.d/rc.d/smb restart und [Enter] neu.

  Prüfen Sie Ihre Installation nun von einer Windows-Workstation aus.
 Melden Sie sich mit dem Windows-Netzwerknamen und Passwort des Benutzers an,
 doppelklicken Sie auf die Netzwerkumgebung und prüfen Sie,
 ob der Samba-Drucker angezeigt wird, wenn Sie auf das Linux-Systemsymbol
 doppelklicken. Wenn Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Installieren"
 w&aumlhlen, sollte das Dialogfeld "Druckereinrichtung" geöffnet werden.
 Da der Druckernamen für Windows erkennbar definiert ist,
 muss der Anwender keine Unzahl von Druckermarken und Modellen durchsuchen,
 um mit der Installation zu beginnen. Allerdings benötigt der Anwender die
 Windows-Treiberdiskette für den Drucker, wenn er von Windows direkt
 unterstützt wird.

 Die Samba-Option printer driver location (Druckertreiberspeicherort)
 dient zur Angabe des Pfades zum Druckertreiber. Es ist zwar möglich,
 die Treiber und zugehörigen Dateien in einem freigegebenen Linux-Verzeichnis
 bereitzustellen, aber diese Option funktioniert mit vielen Druckertreibern
 nicht. Ausserdem verbietet die Lizenzvereinbarung manchmal die Bereitstellung
 der Software im Netz.


 Problemsuche bei Samba-Druckproblemen

 Wenn das Drucken unter Linux funktioniert, aber nicht über Samba,
 melden Sie sich als Superuser an und öffnen Sie mit einem Texteditor
 /etc/smb.conf. Suchen Sie sorgf&aumlltig nach Tippfehlern.
 Führen Sie testparm /etc/smb.conf aus und untersuchen Sie die Ausgabe
 auf Fehler. Stellen Sie sicher, dass /dev/null für alle Anwender freigegeben
 ist (geben Sie dazu ls -l /dev/null ein und prüfen Sie die Rechte).
 Samba verwendet /dev/null, um nicht beendete Druckausgaben zu löschen.
 Wenn nicht alle Anwender darauf zugreifen können,
 melden Sie sich als Superuser an und geben chmod a+w /dev/null gefolgt
 von [Enter] ein. Wenn Ihr PostScript-Drucker anstelle von Grafik
 nur PostScript-Code ausgibt, fügen Sie postscript = yes zur Druckerdefinition
 in /etc/samba.conf hinzu.


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